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Fachtagung: Demokratie und Demoskopie – Wechselverhältnis und Einflussfaktoren

Umfragedaten zu politischen Fragen sollen Auskunft darüber geben, was die Bevölkerung denkt und bewegt und wie es um die politische Stimmung im Land bestellt ist. Durch die Zunahme der Umfragen und die gleichzeitig steigende mediale Berichterstattung gewinnen die erhobenen Zahlen zunehmend auch an Bedeutung für den politischen Diskurs.

Diese Entwicklung ist der Ausgangspunkt der Fachtagung „Demokratie und Demoskopie: Wechselverhältnis und Einflussfaktoren“, die der Bereich Empirische Politikforschung zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung am 10. April 2014 in Berlin ausrichtet.

Im Zentrum der Fachtagung stehen folgende Leitfragen:

  • Wie ist es um das Verhältnis von Demokratie und Demoskopie bestellt, welche Wechselwirkungen und ggf. welche Abhängigkeiten bestehen?
  • Welchen Einfluss haben Meinungsumfragen auf die Politik (inhaltlich wie kommunikativ) und wie wird versucht, mit Zahlen Politik zu machen?
  • Welchen Einfluss hat die Demoskopie auf die politische Meinungsbildung in den Medien, in Parteien und im politischen Prozess?

Neben diesen übergreifenden grundsätzlichen Fragestellungen, die in Plenarforen debattiert werden, sollen in fünf Fachforen Spezialfragen vertieft werden.

Das detaillierte Programm kann auch dem Tagungsflyer entnommen werden. Anmeldungen zur Tagung sind ab sofort möglich.

DVPW-Kongress I: Experimente, Stuttgart21 und direkte Demokratie

Der 25. Kongress der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) ist Geschichte, Tübingen ist wieder (weitgehend) frei von Politologen. „Die Versprechen der Demokratie“ war das Oberthema, dem sich die Profession fünf Tage lang gewidmet hat – leider weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit (wie ein Blick auf Google News oder auch in die sozialen Medien zeigt). Ich selbst war mit zwei Vorträgen auf dem Kongress vertreten:

  •  „Experimentelle Einstellungs- und Verhaltensforschung“ im Rahmen des Panels zu „Experimentelle Demokratieforschung“
  •  „Was verspricht die direkte Demokratie? Ergebnisse einer Befragung zur Volksabstimmung zu Stuttgart 21“ im Rahmen des Panels „Herausforderungen der repräsentativen Demokratie – Zustand und Perspektiven aus Sicht der Bevölkerung“

Der nächste Kongress wird dann wieder in drei Jahren stattfinden.

Neues Sprecherteam des AK Wahlen

Auf der Mitgliederversammlung des DVPW-Arbeitskreises „Wahlen und politische Einstellungen“ ist ein neuer Sprecher in das Sprecherteam gewählt worden: Markus Steinbrecher bildet ab sofort gemeinsam mit Sigrid Roßteutscher und Ulrich Rosar das Sprecherteam. Ich selbst habe nicht erneut kandidiert – sechs Jahre lang habe ich diesen Job gemacht und es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Danke allen für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit und dem neuen Sprecher(team) auch an dieser Stelle nochmals viel Glück und Erfolg!

Tagung am MZES: „Voters, Parties and Public Policies in European Multi-level Systems“ 22./23.3.2012

Organisiert von Marc Debus, Nathalie Giger und mir wird am 22. und 23. März 2012 eine PostDoc-Konferenz am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung stattfinden. Das Line-Up (hier auch als PDF):


Keynote address
“Partisan political representation at multiple levels”
Kris Deschouwer (Vrije Universiteit Brussel/MZES, University of
Mannheim)

Panel 1: Voters in European Multi-level Systems

“Blaming Europe? Voter attribution of responsibility in the European Union”
Sara Binzer Hobolt (London School of Economics) and James Tilley (University of Oxford)

“Conditions for Attribution of Responsibility in Federal States: Evidence from Canada”
Fred Cutler (University of British Columbia)

“Holding governments accountable: Individual heterogeneity and institutional clarity in performance voting”
Catherine de Vries (University of Geneva) and Nathalie Giger (MZES, University of Mannheim)

“Decentralization, attribution of responsibility and economic voting”
Ignacio Jurado (University of Oxford) and Sandra León Alfonso (Universidad Complutense de Madrid)

Panel 2: Parties in European Multi-level Systems

“Whom do they represent? Determinants of policy position choice of Europarties”
Heike Klüver (University of Oxford) and Toni Rodón Casarramona (Universitat Pompeu Fabra)

“How salient is Europe? An analysis of European election manifestos, 1979-2004”
Jae-Jae Spoon (University of Iowa)

“Better than it used to be? New evidence on the congruence of voters
and their national MPs regarding the issue of European integration”
Hermann Schmitt (University of Manchester/MZES, University of
Mannheim)

“Does the socioeconomic context matter for party-citizen linkages?
Evidence from Swiss cantons”
Jan Rosset (FORS, Université de Lausanne)

Panel 3: Public Policies in European Multi-level Systems

“Genetic imperatives: party family and multi-level strategies”
Lori Thorlakson (University of Alberta, Canada)

“Micro and macro determinants of turnout at regional elections in
Europe”
Régis Dandoy (Université Libre de Bruxelles) and Arjan Schakel
(University of Maastricht)

“Multilevel systems as policy laboratories? The impact of policy
success, ideological proximity and European Union membership on
policy diffusion”
Simon Fink (University of Bamberg)

“Channelling regional or party political interests into national
legislation? An assessment of legislative initiatives of Germany’s second
chamber”
Isabella Harle (University of Potsdam) and Christian Stecker
(University of Potsdam)

“Moral policy making in the German multi-level system: An analysis of
fees for same-sex unions in the German states”
Marc Debus (MZES, University of Mannheim), Christoph Knill
(University of Konstanz) and Jale Tosun (University of Konstanz)

Gäste sind herzlich willkommen – werden aber gebeten, sich vorab per E-Mail anzumelden.

Sammelband „Information – Wahrnehmung – Emotion“ kurz vor dem Erscheinen

Der aus den Tagungen des DVPW-Arbeitskreises „Wahlen und politische Einstellungen“ in Mainz und Duisburg hervorgegangene Sammelband „Information – Wahrnehmung – Emotion: Politische Psychologie in der Wahl- und Einstellungsforschung“ (herausgegeben von Kai Arzheimer, Sigrid Roßteutscher und mir) steht kurz vor dem Erscheinen. Laut VS Verlag wird das Buch ab dem 15. April 2010 verfügbar sein. Bestellungen sind ab sofort hier möglich. 🙂

Neue PVS-Publikation

Im aktuellen (Jubel-)Heft der Politischen Vierteljahresschrift (anlässlich des 50-jährigen Bestehens) haben Rüdiger Schmitt-Beck und ich Ergebnisse unserer Umfrage unter Mitgliedern der DVPW veröffentlicht.

Thorsten Faas, Rüdiger Schmitt-Beck: Die Politische Vierteljahresschrift im Urteil der Profession: Ergebnisse einer Umfrage unter den Mitgliedern der DVPW, in: Politische Vierteljahresschrift, 50, 2009, S. 627–645
Abstract:

Die Autoren präsentieren im Rahmen des Beitrags Ergebnisse einer Befragung von Mitgliedern der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) zum Nutzungsverhalten und zur Bewertung der Politischen Vierteljahresschrift (PVS) im Kontext der nationalen und internationalen Zeitschriftenlandschaft. Die Ergebnisse zeigen, dass die PVS 50 Jahre nach ihrer Gründung ein von der Profession akzeptierter Bestandteil des Faches ist. Ihre Inhalte werden breit rezipiert, wenngleich eher in fachgebietsspezifisch selektiver Weise. Als Publikationsort für die Ergebnisse eigener Forschung ist sie für nahezu alle Befragten interessant. Auch die Bewertungen der Zeitschrift sind insgesamt positiv. Ihre Reputation im Fach ist hoch. Aus Sicht ihrer Adressaten erfüllt die PVS weitgehend die ihr gestellte professionelle Mission; lediglich an einigen wenigen Stellen zeigen ihre Leistungen aus Befragtensicht noch Nachbesserungsbedarf.

CfP: PVS-Sonderheft „Wählen in Deutschland“

Aktuell läuft der Call for Papers für das von Rüdiger Schmitt-Beck herausgegebene Sonderheft 2011 der Politischen Vierteljahresschrift zum Thema „Wählen in Deutschland“. Erste Deadline ist der 15. August 2009, bis dahin sind vorläufige Abstracts einzureichen. Weitere Informationen finden sich im ausführlichen Call, der hier als PDF zur Verfügung steht.

Erste BES-Fellows-Tagung in Essex

Am Wochenende war ich auf der ersten Tagung der kürzlich ausgewählten Fellows der 2009/2010 British Election Study in Essex. Auf dem Programm standen unter anderem Vorträge zum Design der Studie (einschließlich der in UK immer besonders spannenden, da offenen Frage, wann die nächste Wahl denn wohl tatsächlich stattfinden wird), zu methodischen Fragen, aber auch zu den Forschungsschwerpunkten der 20 Fellows. Ich selbst habe dazu einen Vortrag mit dem Titel „Multilevel Economic Perceptions and Attributions of Responsibility“ gehalten (PDF). Nicht fehlen darf der Hinweis auf britischen Pubfood: Chicken Pie und als Nachtisch u.a. Erdbeeren mit Oliven! 😉

Hier noch einige Impressionen aus Essex:

Im Amt bestätigt…

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des DVPW-Arbeitskreises „Wahlen und politische Einstellungen“ bin ich am vergangenen Donnerstag für drei weitere Jahre im Amt des (Co-)Sprechers des Arbeitskreises bestätigt worden. Das Sprecherteam bilden also weiterhin Kai Arzheimer, Sigrid Roßteutscher und ich. Nächste Events des AK werden ein Panel im Rahmen des DVPW-Kongresses im September in Kiel sein sowie die Jahrestagung 2010, die am WZB in Berlin zum Thema „Bundestagswahl 2009“ stattfinden wird.

Papers für die AK-Tagung in Frankfurt online

Die diesjährige Tagung des AK Wahlen zum Thema „Nebenwahlen: Wahlen, Wähler und Legitimation der Mehrebenendemokratie“ rückt näher. Papers und Programm der Tagung sind hier zum Download erhältlich.
Mein Paper (das ich im vergangenen Jahr auch bei der APSA-Jahrestagung in Boston vorgestellt habe) trägt den Titel „Multilevel Economic Perceptions? The Case of Germany“ und kann hier als PDF heruntergeladen werden.

@ ECPR Joint Sessions Lissabon

Die ECPR Joint Sessions finden in diesem Jahr in Lissabon statt. Ich werde im Rahmen des Workshops „Political information, public knowledge and perceptions of reality“ (organisiert von Toril Aalberg, Norwegian University of Science & Technology, und Shanto Iyengar, Stanford University) einen Vortrag mit dem Titel „Attributions of Responsibility – Dynamics and Determinants: The Case of the 2005 German Election“ halten. Hier noch einige Impressionen vom Vorprogramm in Lissabon (Bilder anklicken, um größere Version zu sehen):

Vortrag auf der MPSA-Jahrestagung: Attributions of Responsibility – Dynamics, Determinants and Consequences

Auf der diesjährigen Jahrestagung der Midwest Political Science Association werde ich Im Rahmen des Panels „Models of Campaign Cognition“ einen Vortrag mit dem Titel „Attributions of Responsibility – Dynamics, Determinants and Consequences: The Case of the 2005 German Election“ halten. Die Folien meines Vortrags finden sich hier (PDF) oder auch hier als Flash auf slideshare.net.

Auf der Basis unserer Rolling Cross-Section Studie aus dem Bundestagswahlkampf 2005 geht es darum zu zeigen, unter welchen Umständen Bürger die Regierung als verantwortlich für ihre eigene wirtschaftliche Lage, aber auch die volkswirtschaftliche Lage insgesamt sehen und welche Konsequenzen damit verbunden sind.

Das Programm des Panels insgesamt sieht wie folgt aus:
Thorsten Faas, University of Mannheim
Attributions of Responsibility – Dynamics, Determinants and Consequences: The Case of the 2005 German Election

Aaron Strauss, Princeton University
Shifting Candidate Evaluations Counter to Partisan Biases: A Survey Experiment of Voter Experience and Candidate Issue Stances

Damon M. Cann, Utah State University
Motivated Reasoning and Polarization in Political Campaigns

Daniel J. Doherty, College of William and Mary
Obama vs Clinton, Honda vs Toyota: Political Lessons from Your Local Car Dealer

Michael Tomz, Stanford University
Robert Parks Van Houweling, University of California, Berkeley
Candidate Inconsistency and Voter Choice

Call for Questions zur German Longitudinal Election Study (GLES) eröffnet

Soeben wurde der Call for Questions der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung für die Bundestagswahlstudie veröffentlicht:
Das Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung (DGfW) lädt interessierte Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler ein, sich mit Instrumenten-Vorschlägen an der Gestaltung der German Longitudinal Election Study (GLES) zu beteiligen.
Die GLES ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen ihres Langfristprogramms für Sozial- und Geisteswissenschaften gefördertes Projekt mit dem Ziel, für die nächsten drei Bundestagswahlen (2009, 2013, 2017) zu beobachten und zu analysieren, wie die deutschen Wähler auf neue komplexe Konstellationen elektoraler Politik reagieren. Aktuell uneingeschränkt gesichert ist die Realisierung der ersten Projektphase, die der umfassenden Analyse der Bundestagswahl 2009 gewidmet ist.
Ein Grundprinzip dieses Projekts ist die Offenheit für Ideen und Anregungen aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Das Präsidium der DGfW lädt daher interessierte Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler ein, an der Gestaltung der GLES mitzuwirken. Vorschläge zu Instrumenten können bis zum 16. April 2009 eingereicht werden. Nähere Informationen zum Call for Questions erhalten Sie hier.

Expertencolloquium zum Thema Meinungsforschung / Wahlforschung

Am 2. und 3. April 2009 werden die Mitglieder des Councils der World Association for Public Opinion Research (WAPOR) zu Gast an der Akademie für Politische Bildung Tutzing sein. Aus diesem Anlass findet am 2. April ein eintägiges Expertencolloquium zum Thema Meinungsforschung / Wahlforschung statt, in dessen Rahmen deutsche Fachleute mit den internationalen Gästen, aber auch untereinander ins Gespräch kommen können. Weitere Details dazu gibt es hier.

5. Düsseldorfer Forum Politische Kommunikation – DFPK

Soeben ist die Einladung zum diesjährigen DFPK erschienen – hier die Infos:
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie hiermit herzlich einladen zum „5. Düsseldorfer Forum
Politische Kommunikation (DFPK)“, das vom 03.-05. April 2009 in Düsseldorf stattfindet.

Zentrales Thema des Forums ist das „Superwahljahr 2009“ in Deutschland. In den nächsten Monaten werden das EU-Parlament, der Bundestag, der Bundespräsident und mehrere Landtage gewählt. Daher stellt sich die Frage, wie die politischen Akteure die Wähler angesichts dieser Fülle von Voten für sich gewinnen wollen. Setzen die Parteien auf klassische Formen und Inhalte? Oder werden sie zu innovativen Mitteln greifen, wie es etwa US-Präsident Barack Obama erfolgreich vorgemacht hat?

Professionalisierung, Personalisierung, Inszenierung und Emotionalisierung – mit diesen Schlagworten lässt sich der US-Wahlkampf 2008 charakterisieren. Doch sind diese Strategien auch auf den deutschen Wahlkampf übertragbar?

Experten aus Politik, Wissenschaft und der Medienbranche werden diese Fragen beim 5. DFPK diskutieren. Die Podiumsdiskussion mit dem Thema „Superwahljahr 2009 – amerikanische Verhältnisse in Deutschland?“ am 03. April 2009 um 19.30 Uhr im Palais Wittgenstein bildet damit den Auftakt des Forums.

Alle weiteren Informationen gibt es unter www.dfpk.de

Call for Applications – ECASS

ECASS – the European Centre for Analysis in the Social Sciences – at the Institute for Social and Economic Research at the University of Essex is inviting applications for a limited number of funded visits for a minimum period of 3 weeks up to a maximum of three months starting from 1 July 2009 through to the end October 2009. The call is open to any researcher conducting research in an institution within the EU 27 or an FP6 Associated State. Grants cover travel expenses, accommodation and a per diem to cover living expenses. Researchers are free to carry out their own research based on ECASS resources.

The deadline is April 1st 2009

Weitere Informationen unter http://www.iser.essex.ac.uk/research/ecass