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Sonderheft der mda erschienen – Innovative Methoden der Wahl- und Einstellungsforschung

Kürzlich ist das Sonderheft der Zeitschrift „methoden – daten – analysen: Zeitschrift für Empirische Sozialforschung“ erschienen, Thema sind „Innovative Methoden der Wahl- und Einstellungsforschung“. Gemeinsam mit Kai Arzheimer, Ulrich Rosar und Sigrid Roßteutscher habe ich dieses Sonderheft herausgeben. Heft 2 des 6. Jahrgangs ist hier online verfügbar.

Teil des Hefts ist auch dieser Beitrag von Johannes N. Blumenberg und mir:

Thorsten Faas, Johannes N. Blumenberg: Die Vermessung der Dynamik: Eine rollierende Panelstudie im Vorfeld der baden-württembergischen Landtagswahl 2011, in: methoden – daten – analysen: Zeitschrift für Empirische Sozialforschung, 6, 2012, S. 157–183.

Vortrag zu „Wahlkampfdynamik: Politische Kommunikation im Bundestagswahlkampf 2009“

Im Rahmen des Seminars „Aktuelle Trends im Wahljahr 2009 – Was hat sich bewährt?“ habe ich gestern in Wesseling einen Vortrag mit dem Titel „Wahlkampfdynamik: Politische Kommunikation im Bundestagswahlkampf 2009“ gehalten. Vor allem basierend auf unserer Rolling Cross-Section Studie im Vorfeld der Wahl ging es dabei um Muster Massen- und interpersonaler Kommunikation, Kontakt zu Parteien über deren bezahlte Werbung, neue Medien und das TV-Duell. Die Folien meines Vortrags gibt es hier bei slideshare.net oder hier als PDF zum Download.

Vortrag an der I-U: Gespräche über Politik und ihre Folgen

Ich habe heute an der International University in Bruchsal einen Vortrag zum Thema “Voters’ Political Conversations during the 2005 German Parliamentary Election Campaign: Causes and Consequences” gehalten. Der Vortrag basiert auf einem Papier, das ich gemeinsam mit Rüdiger Schmitt-Beck geschrieben habe und das in Kürze im Sammelband “The Role of Political Discussion in Modern Democracies: A Comparative Perspective” bei Routledge erscheinen wird. Die Folien zum Vortrag gibt’s hier.

Neuer ZParl-Beitrag: Die hessische Landtagswahl vom 27. Januar 2008

In der aktuellen Ausgabe 1/2009 der Zeitschrift für Parlamentsfragen ist ein Artikel von Rüdiger Schmitt-Beck und mir erschienen. Rüdiger Schmitt-Beck, Thorsten Faas: Die hessische Landtagswahl vom 27. Januar 2008: Wiederkehr der ‚hessischen Verhältnisse‘, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 40, 2009, S. 16-34. Hier der Abstract:
Hatte die CDU 2003 noch eine Alleinregierung bilden können, so erlebte Hessen 2008 eine Neuauflage der aus den 1980er Jahren bekannten besonderen „Verhältnisse“. Der Wahl 2008 ging ein Lagerwahlkampf mit polarisierenden Angriffskampagnen (und den Schwerpunkten Bildung, soziale Gerechtigkeit und Ausländer-/Jugendkriminalität) sowie klaren Koalitionsaussagen (CDU/FDP vs. SPD/Grüne) voraus. Im Zuge dessen konnte die SPD unter Andrea Ypsilanti deutliche Stimmengewinne verbuchen, während die Union unter Ministerpräsident Roland Koch an Unterstützung verlor, jedoch mit hauchdünnem Vorsprung stärkste Partei blieb. Die FDP löste die Grünen als dritte Kraft im Land ab, mit der Linkspartei zog eine fünfte Fraktion in den Wiesbadener Landtag ein. Die traditionelle Polarisierung der hessischen Politik schloss eine Große Koalition aus, andere Zweierkoalitionen hatten keine Mehrheit, Dreierverbindungen kamen nicht zustande. Die amtierende CDU-Alleinregierung blieb daher geschäftsführend im Amt. In dieser Situation entschied sich die SPD dafür, trotz zuvor im Wahlkampf eindeutig erklärter Ablehnung eines solchen Bündnisses eine Kooperation mit der Linkspartei anzustreben. Zwei Versuche, eine tolerierte rot-grüne Regierung zu bilden, scheiterten jedoch, weil einzelne SPD-Abgeordnete die Gefolgschaft verweigerten. Nach der endgültigen Implosion dieses Projektes blieb nur noch der Weg zu Neuwahlen.
PS: Der Beitrag zur Landtagswahl 2009 erscheint ebenfalls in Kürze ist mittlerweile erschienen, siehe hier.

Vortrag auf der MPSA-Jahrestagung: Attributions of Responsibility – Dynamics, Determinants and Consequences

Auf der diesjährigen Jahrestagung der Midwest Political Science Association werde ich Im Rahmen des Panels „Models of Campaign Cognition“ einen Vortrag mit dem Titel „Attributions of Responsibility – Dynamics, Determinants and Consequences: The Case of the 2005 German Election“ halten. Die Folien meines Vortrags finden sich hier (PDF) oder auch hier als Flash auf slideshare.net.

Auf der Basis unserer Rolling Cross-Section Studie aus dem Bundestagswahlkampf 2005 geht es darum zu zeigen, unter welchen Umständen Bürger die Regierung als verantwortlich für ihre eigene wirtschaftliche Lage, aber auch die volkswirtschaftliche Lage insgesamt sehen und welche Konsequenzen damit verbunden sind.

Das Programm des Panels insgesamt sieht wie folgt aus:
Thorsten Faas, University of Mannheim
Attributions of Responsibility – Dynamics, Determinants and Consequences: The Case of the 2005 German Election

Aaron Strauss, Princeton University
Shifting Candidate Evaluations Counter to Partisan Biases: A Survey Experiment of Voter Experience and Candidate Issue Stances

Damon M. Cann, Utah State University
Motivated Reasoning and Polarization in Political Campaigns

Daniel J. Doherty, College of William and Mary
Obama vs Clinton, Honda vs Toyota: Political Lessons from Your Local Car Dealer

Michael Tomz, Stanford University
Robert Parks Van Houweling, University of California, Berkeley
Candidate Inconsistency and Voter Choice

Bericht zur Tagung „Kennt die Wahlforschung noch den Wähler?“ erschienen

Soeben ist der Bericht zur Tagung „Kennt die Wahlforschung noch den Wähler? Methoden und Befunde“ erschienen, die im Februar am CAP in München stattgefunden hat. Darin heißt es u.a.:
Zu Beginn des „Superwahljahres“ 2009 veranstaltete die Forschungsgruppe Deutschland des Centrums für angewandte Politikforschung (C·A·P) in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und der Hanns-Seidel-Stiftung am 12. und 13. Februar einen Workshop mit dem Titel „Kennt die Wahlforschung noch den Wähler?“ Unter dem noch frischen Eindruck der zurückliegenden Landtagswahlen in Bayern und Hessen gingen die etwa 30 Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis der Frage nach, ob die gängigen Instrumente der Wahlforschung noch geeignet sind, um die Motive und Absichten der Wähler nachzuvollziehen. Weitere inhaltliche Schwerpunkte waren neue Formen der politischen Kommunikation, der Umgang mit Umfragedaten und das Problem des Datenschutzes im Bereich der Wahlforschung und der Wählermobilisierung.
Ich habe dort einen Vortrag mit dem Titel „Direkte Wähleransprache im Lichte der Wahlforschung“ gehalten; die Folien dazu gibt es hier als PDF oder direkt hier als Flash-Animation:

„Wahlen-nach-Zahlen“ online – Neues Blog in Kooperation mit der ZEIT

Unter
http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen
gibt es ab sofort ein neues Blog zum Superwahljahr 2009. Initiiert von Andrea Römmele und mir und in Kooperation mit der Wochenzeitung „Die ZEIT“ soll das Blog empirisch fundierte wissenschaftliche Beiträge rund um das Wahljahr 2009 bieten. Forscher unterschiedlicher Universitäten nehmen kurz und prägnant zu Wahlkämpfen, Wahlausgängen und Koalitionsverhandlungen Stellung – aktuell, informativ, empirisch fundiert.
Alle Beiträge des Blogs gibt es hier: http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/
Meine Beiträge finden sich hier: http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/author/tfaas
Den RSS-Feed zum Blog gibt es hier: http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/?feed=rss2

Neue Publikation im Sammelband „The German Election of 2005“

Eine Publikation zur Bundestagswahl 2005 ist erschienen:

Schmitt-Beck, Rüdiger/ Thorsten Faas. 2008. “The Campaign and its Dynamics at the 2005 German General Election”. in: Clayton Clemens/Thomas Saalfeld (Hg.). The German Election of 2005. Voters, Parties and Grand Coalition Politics. London: Routledge: 59-85.

Es handelt sich dabei um einen Nachdruck des Sonderhefts von German Politics (Heft 4, 2006).

DE/CCAP

2009 scheint nicht nur Superwahljahr, sondern auch Superwahlstudienjahr zu werden. Nach der Bewilligung der German Longitudinal Election Study gibt es nun eine weitere Initiative: DE/CCAP. Hier die Informationen von Ray Duch, einem der Initiatoren des Projekts:
Simon Jackman, Lynn Vavreck and I invite interested scholars to participate in the German Cooperative Campaign Analysis Project (DE/CCAP) that we are fielding with YouGovPsychonomics during the September 2009 German Federal Election. The DE/CCAP will resemble the Cooperative Campaign Analysis Project (CCAP) recently completed as part of the 2008 U.S. Presidential election and the British Cooperative Analysis Project (B/CCAP) that is currently being conducted in conjunction with the next UK General Election.  This project, like the other CCAPS, aims to bring together scholars (or groups of scholars) from Universities around the world.

DE/CCAP is planned to be a four wave internet panel with roughly 10,000 people (subject to final team participation numbers) completing all four waves. The sample will be representative at the state level and oversample battleground and early primary states.  DE/CCAP will conduct a baseline wave with Common Content in April of 2009. Wave 2 will be conducted in June prior to the European Election in Germany.  Wave 3 will take place in August 30 days prior to the Federal election but will also coincide with the state election in Saarland. This pre-campaign wave will be done in the 4 weeks before the election.  The sample for this campaign wave will be rolled out in daily replicates with the goal that each day will consist of an independent sample.  Immediately after the election, a final post-election wave will be conducted.  Individuals or teams will get April 2009, September 2009, and one interim wave of data for €12,000.00.  An additional wave can be added for a total of €18,000.00.  As with earlier cooperative projects, a portion of each interview will be reserved for individual content by scholars who buy into the project.

If you are interested in participating in DE/CCAP, you should let Ray Duch know by April 15th (raymond.duch@nuffield.ox.ac.uk).  A complete description of the project is available at www.raymondduch.com/CCAP/Germany.  Please do not hesitate to contact me with questions at this email address or call me at (44) 776 0167 008.

GLES-Modul zu TV-Duellen

Die GLES umfasst insgesamt neun Module (siehe auch hier) – eines davon zu den bevorstehenden TV-Duellen im Vorfeld der Bundestagswahl 2009. Dieses Modul werde ich gemeinsam mit den Kollegen Frank Brettschneider (Uni Hohenheim), Jürgen Maier (Uni Kaiserslautern) und Michaela Maier (Uni Koblenz-Landau) verantworten.  Wir werden im Rahmen dieses Moduls an die Arbeiten, die Jürgen Maier und ich zu den TV-Duellen 2002 sowie Jürgen Maier, Michaela Maier, Carsten Reinemann und Marcus Maurer zu den TV-Duellen 2005 durchgeführt haben, anknüpfen: Wir werden also Echtzeit-Messungen der Wahrnehmungen von TV-Duellen durchführen und so schauen können, auf welche Reize Zuschauer (und Zuhörer) bei TV-Duellen reagieren und welche Folgen damit verbunden sind. Stay tuned for information on this!

GLES

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat im Rahmen ihrer Langfristförderung die German Longitudinal Election Study GLES bewilligt. Hervorgegangen aus einer Initiative der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung (DGfW) wird dieses Projekt zunächst die Bundestagswahl 2009 und dann darüber hinaus auch die Bundestagswahlen 2013 und 2017 intensiv untersuchen. Antragsteller waren die Mitglieder des DGfW-Vorstandes Hans Rattinger, Sigrid Roßteutscher, Rüdiger Schmitt-Beck und Bernhard Weßels, entwickelt wurde das Projekt in intensiver Konsultation mit dem Präsidium der DGfW.

Hintergrund der Studie ist u.a. der Umstand, dass bei der Bundestagswahl 2005 Prozesse der Veränderung kulminierten, die den wahlpolitischen Prozess in Deutschland tiefgreifend verändert haben. Sie betreffen sowohl die Wähler, als auch die Parteien und ihre Kandidaten sowie deren Wahlkampfführung und nicht zuletzt die Massenmedien. Zusammen genommen haben sie zu einem beträchtlichen Anwachsen der Fluidität des elektoralen Prozesses mit potenziell weitreichenden Konsequenzen für die repräsentative Demokratie in Deutschland geführt. Mit Blick auf die Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 will die GLES untersuchen, wie die heutige mobile Wählerschaft auf die Herausforderungen dieser neuen, sehr komplexen Konstellation elektoraler Politik reagiert.

Als bislang ambitioniertestes Forschungsprogramm der deutschen Wahlforschung wird das Projekt eine umfassende, komplexe und integrierte Datenbasis generieren und analysieren. Es versteht sich als wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur hochqualitativer Programme sozialwissenschaftlicher Datenerhebung in Deutschland. Alle Daten werden als öffentliches Gut behandelt und interessierten Sozialwissenschaftlern unverzüglich zugänglich gemacht. Damit werden die Arbeitsmöglichkeiten der akademischen Wahlforschung in Deutschland auf eine völlig neue Grundlage gestellt. Vorstand und Präsidium der DGfW hoffen auf möglichst rasche, intensive und vielfältige Nutzung der durch das Projekt generierten Daten.

Genauere Informationen zur GLES finden Sie hier.