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#bwduell: Studie zum TV-Duell Mappus – Schmid

In guter Tradition haben wir gestern wieder eine kleine Studie anlässlich des Fernsehduells Mappus-Schmid an der Uni Mannheim durchgeführt. Ergebnisse kommen in Kürze, aber zumindest einige Eindrücke gibt es schon:

TV-Duelle in Deutschland und UK

Auf der diesjährigen Jahrestagung der britischen „Elections, Public Opinion and Parties“-Gruppe haben Jürgen Maier und ich einen Vortrag zu TV-Duellen gehalten, in dessen Rahmen wir das Duell 2009 (Merkel-Steinmeier) mit den früheren deutschen sowie den jüngsten britischen Debatten verglichen haben. Die Ergebnisse sind dabei über Zeit, aber auch im Vergleich Deutschland-Großbritannien robust: Die Debatten mobilisieren und zwar insbesondere in Bevölkerungssegmenten, die weniger politisch interessiert sind: eine gute Sache! Die Folien gibt’s hier als PDF.

TV-Duell in NRW

Am vergangenen Montag (26. April) fand das einzige TV-Duell in Nordrhein-Westfalen zwischen Amtsinhaber Jürgen Rüttgers (CDU) und seiner Herausforderin Hannelore Kraft (SPD) statt. Wer nicht zu den 700.000 Zuschauern gehört hat, kann das Duell hier noch einmal nachschauen.
Jürgen Maier und ich haben (in Kooperation mit Martin Florack und Andreas Blätte von der Universität Duisburg-Essen) anlässlich des TV-Duells eine Echtzeitmessung von Zuschauerreaktionen durchgeführt, siehe dazu auch den Bericht der NRW School of Governance. Teilnehmer waren 35 Studierende der UDE. Die (nicht repräsentativen) Ergebnisse zeigen, dass Hannelore Kraft besonders bei ihren Ausführungen zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der Linkspartei eher negativ bewertet wurde, insgesamt aber etwas besser als der Amtsinhaber gesehen wurde.
Am Dienstag war ich zu Gast bei Phoenix und habe einige unsere Forschungsergebnisse zu TV-Duellen zum Besten gegeben. Leider ist der Beitrag nicht online verfügbar, aber hier zumindest einige Impressionen…

Neue Publikation zu Echtzeitmessungen

Seit den Fernsehduellen 2002 zwischen Gerhard Schröder und Edmund Stoiber haben wir diese Ereignisse immer wieder mit Hilfe von Echtzeitmessungen (Real-Time Reponse Measurement, RTR) untersucht. In einem neuen Beitrag gehen Jürgen Maier und ich nun der Frage nach, welche Vor- und Nachteile verschiedene Varianten von RTR-Messungen mit sich bringen: Ist es „besser“, wenn Probanden nur Tasten drücken können (um Zustimmung oder Ablehnung zu signalisieren)? Oder ist es „besser“, wenn man sie mit Drehreglern ausstattet, die ihnen differenziertere Antworten ermöglichen?

Jürgen Maier, Thorsten Faas: Measuring Spontaneous Reactions to Media Messages the Traditional Way: Uncovering Political Information Processing with Push Button Devices, in: Jürgen Maier, Michaela Maier, Marcus Maurer, Carsten Reinemann, Vincent Meyer (Hrsg.): Real-Time Response Measurement in the Social Sciences, Frankfurt/Main: Peter Lang, S. 15–26.

GLES-Modul zu TV-Duellen

Die GLES umfasst insgesamt neun Module (siehe auch hier) – eines davon zu den bevorstehenden TV-Duellen im Vorfeld der Bundestagswahl 2009. Dieses Modul werde ich gemeinsam mit den Kollegen Frank Brettschneider (Uni Hohenheim), Jürgen Maier (Uni Kaiserslautern) und Michaela Maier (Uni Koblenz-Landau) verantworten.  Wir werden im Rahmen dieses Moduls an die Arbeiten, die Jürgen Maier und ich zu den TV-Duellen 2002 sowie Jürgen Maier, Michaela Maier, Carsten Reinemann und Marcus Maurer zu den TV-Duellen 2005 durchgeführt haben, anknüpfen: Wir werden also Echtzeit-Messungen der Wahrnehmungen von TV-Duellen durchführen und so schauen können, auf welche Reize Zuschauer (und Zuhörer) bei TV-Duellen reagieren und welche Folgen damit verbunden sind. Stay tuned for information on this!