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Ruf abgelehnt

In der vergangenen Woche habe ich den Ruf auf einen Lehrstuhl „Politische Soziologie“ an die Zeppelin Universität Friedrichshafen abgelehnt – ich bleibe der JGU also erhalten (und umgekehrt). 🙂

„Dissertationspreis für Politikwissenschaftler der Universität Mannheim“

Pressemitteilung der Uni Mannheim von heute: 🙂

Der Mannheimer Politikwissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Faas erhält für seine Doktorarbeit „Arbeitslosigkeit und Wählerverhalten. Direkte und indirekte Wirkungen auf Wahlbeteiligung und Parteipräferenzen in Ost- und Westdeutschland“ den mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis 2011 der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Der 36-Jährige forscht und lehrt seit 2008 an der Universität Mannheim. 2009 wurde er zum Juniorprofessor für Politikwissenschaft, insbesondere Wählerverhalten, an der Fakultät für Sozialwissenschaften berufen. Der Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Thorsten Meiser, freut sich: „Es ist eine große Ehre für die Fakultät für Sozialwissenschaften den Preisträger des Förderpreises 2011 der DVPW in unseren Reihen zu haben.“

In seiner prämierten Dissertation hat Faas unter anderem die Reichweite von Arbeitslosigkeitserfahrungen und deren Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung und auf Parteipräferenzen ausgewertet: „Arbeitslosigkeit berührt eine Gesellschaft in weitaus größerem Maße als es die Zahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt betroffenen Personen nahelegt“, sagt Faas, „das gilt insbesondere im Osten Deutschlands.“ Daher seien auch die Konsequenzen der Arbeitslosigkeit keineswegs nur auf die Gruppe der aktuell Betroffenen beschränkt. Die Ergebnisse zeigen, dass Arbeitslosigkeit zu einem Rückgang der Wahlbeteiligung führt. Auch die Parteiwahl verändert sich: Das Wahlverhalten werde wechselhafter, mitunter auch extremer, so Faas.

Zum Preisträger:
Thorsten Faas hat an der London School of Economics und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Politikwissenschaft studiert Dort begann er auch 2001 als wissenschaftlicher Mitarbeiter seine wissenschaftliche Karriere. Über die Universität Duisburg-Essen, wo er von 2003 bis 2008 tätig war, führte ihn der Weg an die Universität Mannheim. Als Juniorprofessor der Fakultät für Sozialwissenshaften lehrt er im Bachelor- und Masterstudiengang des Faches Politikwissenschaft. Am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) der Universität Mannheim leitet Faas die „Wahlstudie Baden-Württemberg 2011″ sowie das in Kürze beginnende Projekt „Immigration und Wahlverhalten“.

Die Deutsche Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) ist eine als gemeinnützig anerkannte Vereinigung und vertritt mehr als 1.700 Mitglieder. Sie sieht ihre Aufgabe darin, die Entwicklung der Forschung und Lehre der Politikwissenschaft sowie deren Anwendung in der Praxis zu fördern. Der Dissertationspreis 2011 der DVPW ist mit 1.000 € dotiert. Die Laudatio auf den Preisträger wird im Heft 4/2011 der Politischen Vierteljahresschrift (PVS) veröffentlicht.

Wahlstudie Baden-Württemberg 2011

Die Universität Mannheim hat heute folgende Presseinformation (hier als PDF) herausgegeben:

Kostet „Stuttgart 21“ Ministerpräsident Stefan Mappus das Amt? Überholen die baden-württembergischen Grünen tatsächlich die SPD? Wie viele Menschen werden sich am 27. März an der Landtagswahl beteiligen – und warum? Dies sind nur einige der Fragen, die im Mittelpunkt der „Wahlstudie Baden-Württemberg 2011“ stehen. Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Faas leitet diese groß angelegte akademische Studie am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) der Universität Mannheim.

„Bei Wahlen gibt es immer weniger Selbstverständlichkeiten“, sagt Juniorprofessor Faas. „Dies gilt sowohl mit Blick auf die Beteiligung als auch die Entscheidung für die eine oder andere Partei.“ An dieser Stelle setzen die Wissenschaftler des MZES an. Ab sofort analysieren sie das Informationsverhalten, die Meinungsbildung und letztlich die Entscheidungsfindung der Bürger in Baden-Württemberg bis zum Wahltag im März des kommenden Jahres.

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Global Young Faculty am KWI

Seit dem 3. November sind 100 Nachwuchswissenschaftler Mitglieder der „Global Young Faculty“ (GYF) – einer Initiative am KWI unterstützt von der Stiftung Mercator. Ziel der GYF ist es, sich in interdisziplinärer Weise Zukunftsfragen der Gesellschaft innerhalb des nächstes Jahres anzunehmen. Diese Themen sind Klima, Technologie, Wirtschaft, Gesundheit sowie Kultur und Gesellschaft. Die Ergebnisse werden dann in rund einem Jahr beim Kongress „Our Common Future“ im November 2010 präsentiert. Our Common Future ist ein interdisziplinärer Kongress für einen generationenübergreifenden Dialog zu den zentralen Zukunftsfragen, der in Hannover und Essen stattfindet und von der VolkswagenStiftung, der Deutschen Messe und der Stiftung Mercator in Verbindung mit der Landeshauptstadt Hannover und RUHR.2010 veranstaltet wird. Er bildet zugleich den wissenschaftlichen Abschluss der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Ich selbst gehöre zur Arbeitsgruppe „Kultur und Gesellschaft“, wir werden uns insbesondere Fragen der Migration widmen.

Juniorprofessur für Politikwissenschaft, insbesondere Wählerverhalten

Nachdem ich den Ruf kürzlich angenommen habe, hat mich Prorektor Moerkotte heute zum Juniorprofessor für Politikwissenschaft, insbesondere Wählerverhalten, an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim ernannt. Die neue Stelle werde ich zum 1. August antreten. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und möchte an dieser Stelle allen, die an dem Verfahren beteiligt waren, sehr herzlich für ihre Unterstützung und das mir entgegengebrachte Vertrauen danken!

KWI-Dissertationspreis

Gestern wurden erstmals die „Dissertationspreise Kulturwissenschaften“ des Vereins zur Förderung des KWI (Kulturwissenschaftliches Institut Essen) verliehen. Den ersten Preis hat Gottfried Vosgerau mit der Arbeit „Mental Representation and Self-Consciousness“ gewonnen; den zweiten Preis – ich. Herzlichen Dank der Jury, dem Förderverein, dem KWI und seinem Direktor Claus Leggewie für die nette Laudatio.

Im Amt bestätigt…

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des DVPW-Arbeitskreises „Wahlen und politische Einstellungen“ bin ich am vergangenen Donnerstag für drei weitere Jahre im Amt des (Co-)Sprechers des Arbeitskreises bestätigt worden. Das Sprecherteam bilden also weiterhin Kai Arzheimer, Sigrid Roßteutscher und ich. Nächste Events des AK werden ein Panel im Rahmen des DVPW-Kongresses im September in Kiel sein sowie die Jahrestagung 2010, die am WZB in Berlin zum Thema „Bundestagswahl 2009“ stattfinden wird.

„Wahlen-nach-Zahlen“ online – Neues Blog in Kooperation mit der ZEIT

Unter
http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen
gibt es ab sofort ein neues Blog zum Superwahljahr 2009. Initiiert von Andrea Römmele und mir und in Kooperation mit der Wochenzeitung „Die ZEIT“ soll das Blog empirisch fundierte wissenschaftliche Beiträge rund um das Wahljahr 2009 bieten. Forscher unterschiedlicher Universitäten nehmen kurz und prägnant zu Wahlkämpfen, Wahlausgängen und Koalitionsverhandlungen Stellung – aktuell, informativ, empirisch fundiert.
Alle Beiträge des Blogs gibt es hier: http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/
Meine Beiträge finden sich hier: http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/author/tfaas
Den RSS-Feed zum Blog gibt es hier: http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/?feed=rss2

Fellow der British Election Study

Als einer von insgesamt 20 internationalen Nachwuchswissenschaftlern bin ich in das Fellows Programme der British Election Study aufgenommen worden. Die britische Wahlstudie gehört zu den ältesten Programmen der empirischen Wahlforschung weltweit. Im Rahmen ihrer Neuauflage zu den Unterhauswahlen 2009/2010 gehört auch erstmals das Fellows Programme zur Forschungsinfrastruktur. Dessen Ziel ist es, Nachwuchswissenschaftler in die britische Wahlstudie zu integrieren, um diese so mittel- und langfristig weiterzuentwickeln. Das erste Treffen der neuen Fellows wird vom 5. bis zum 7. Juni an der University of Essex stattfinden. Weitere Informationen zur Britischen Wahlstudie und dem Fellow Programme sind unter http://www.bes2009-10.org/ abrufbar.