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Vortrag auf der MPSA-Jahrestagung: Attributions of Responsibility – Dynamics, Determinants and Consequences

Auf der diesjährigen Jahrestagung der Midwest Political Science Association werde ich Im Rahmen des Panels „Models of Campaign Cognition“ einen Vortrag mit dem Titel „Attributions of Responsibility – Dynamics, Determinants and Consequences: The Case of the 2005 German Election“ halten. Die Folien meines Vortrags finden sich hier (PDF) oder auch hier als Flash auf slideshare.net.

Auf der Basis unserer Rolling Cross-Section Studie aus dem Bundestagswahlkampf 2005 geht es darum zu zeigen, unter welchen Umständen Bürger die Regierung als verantwortlich für ihre eigene wirtschaftliche Lage, aber auch die volkswirtschaftliche Lage insgesamt sehen und welche Konsequenzen damit verbunden sind.

Das Programm des Panels insgesamt sieht wie folgt aus:
Thorsten Faas, University of Mannheim
Attributions of Responsibility – Dynamics, Determinants and Consequences: The Case of the 2005 German Election

Aaron Strauss, Princeton University
Shifting Candidate Evaluations Counter to Partisan Biases: A Survey Experiment of Voter Experience and Candidate Issue Stances

Damon M. Cann, Utah State University
Motivated Reasoning and Polarization in Political Campaigns

Daniel J. Doherty, College of William and Mary
Obama vs Clinton, Honda vs Toyota: Political Lessons from Your Local Car Dealer

Michael Tomz, Stanford University
Robert Parks Van Houweling, University of California, Berkeley
Candidate Inconsistency and Voter Choice

Neuer Beitrag auf Wahlen-nach-Zahlen: „Köhler fordert mehr Rechte für die Wähler – warum eigentlich?“

Auf Wahlen-nach-Zahlen gibt es einen neuen Artikel von mir: „Köhler fordert mehr Rechte für die Wähler – warum eigentlich?“ Bundespräsident Horst Köhler hat heute in einer Rede im Rahmen des Festakts “Frankfurt – Weimar – Bonn – Berlin, Deutschlands Weg zur Demokratie” aus Anlass des 160. Jahrestages der ersten deutschen Verfassung eine Änderung des deutschen Wahlrechts ins Spiel gebracht. In seinem Redemanuskript heißt es:
“Wir sollten auch Änderungen des Wahlrechts diskutieren, die den Wählerinnen und Wählern mehr Einfluss darauf geben, welche Kandidaten auf den Wahllisten der Parteien ein Mandat bekommen – es müssen ja nicht immer nur die sein, die oben stehen.”
Natürlich sind Vorschläge, den Wählern mehr Einfluss zu geben und ihre politischen Einstellungen präziser und detaillierter zu erfassen, grundsätzlich zu begrüßen. Wahlsysteme, die den Wähler die Möglichkeit der “Präferenzstimmgebung” einräumen,  gehören dazu. Wähler dürfen über die Parteipräferenz hinaus noch bestimmte Kandidaten auswählen. Solche Systeme gibt es auch in der politischen Praxis schon – sowohl international als auch in Deutschland. Das Wahlsystem, das bei bayrischen Landtagswahlen zum Einsatz kommt, funktioniert in genau dieser Logik: Mit der Erststimme wählen die Bayern einen Direktkandidaten aus ihrem Wahlkreis, mit der Zweitstimme wählen sie einen einzelnen Kandidaten aus den von Parteien angebotenen Listen. Und wie nutzen die bayrischen Wähler dieses System (das die Bayern übrigens ganz bescheiden als “verbesserte Verhältniswahl” bezeichnen)? Sie machen von dieser Möglichkeit der Präferenzstimmgebung wenig Gebrauch. Die größten Nutznießer dieses Wahlsystems sind die Kandidaten, die auf Platz 1 der Liste stehen. Faktisch machen die Wähler aus dem kandidatenzentrierten Wahlsystem ein parteizentriertes Wahlsystem, indem die überwiegende Mehrheit von ihnen schlicht den erstbesten Kandidaten auswählt.  Weitere Nutznießer sind “Prominente” auf den Listen. Warum machen die Wähler das? Sie gehen in effizienter Art und Weise mit dem Wahlsystem um. Viele Kandidaten werden sie nicht kennen (empirische Studien belegen das eindeutig), also nutzen sie einfache Entscheidungsregeln. Dafür ist ihnen überhaupt kein Vorwurf zu machen – nur ob diese Entscheidungsregeln “besser” sind als die internen Entscheidungsregeln von Parteien, ist zumindest eine diskussionswürdige Frage.
Alle Beiträge des Blogs gibt es hier. Meine Beiträge finden sich hier. Den RSS-Feed zum Blog gibt es hier.

Bericht zur Tagung „Kennt die Wahlforschung noch den Wähler?“ erschienen

Soeben ist der Bericht zur Tagung „Kennt die Wahlforschung noch den Wähler? Methoden und Befunde“ erschienen, die im Februar am CAP in München stattgefunden hat. Darin heißt es u.a.:
Zu Beginn des „Superwahljahres“ 2009 veranstaltete die Forschungsgruppe Deutschland des Centrums für angewandte Politikforschung (C·A·P) in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und der Hanns-Seidel-Stiftung am 12. und 13. Februar einen Workshop mit dem Titel „Kennt die Wahlforschung noch den Wähler?“ Unter dem noch frischen Eindruck der zurückliegenden Landtagswahlen in Bayern und Hessen gingen die etwa 30 Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis der Frage nach, ob die gängigen Instrumente der Wahlforschung noch geeignet sind, um die Motive und Absichten der Wähler nachzuvollziehen. Weitere inhaltliche Schwerpunkte waren neue Formen der politischen Kommunikation, der Umgang mit Umfragedaten und das Problem des Datenschutzes im Bereich der Wahlforschung und der Wählermobilisierung.
Ich habe dort einen Vortrag mit dem Titel „Direkte Wähleransprache im Lichte der Wahlforschung“ gehalten; die Folien dazu gibt es hier als PDF oder direkt hier als Flash-Animation:

„Wahlen-nach-Zahlen“ online – Neues Blog in Kooperation mit der ZEIT

Unter
http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen
gibt es ab sofort ein neues Blog zum Superwahljahr 2009. Initiiert von Andrea Römmele und mir und in Kooperation mit der Wochenzeitung „Die ZEIT“ soll das Blog empirisch fundierte wissenschaftliche Beiträge rund um das Wahljahr 2009 bieten. Forscher unterschiedlicher Universitäten nehmen kurz und prägnant zu Wahlkämpfen, Wahlausgängen und Koalitionsverhandlungen Stellung – aktuell, informativ, empirisch fundiert.
Alle Beiträge des Blogs gibt es hier: http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/
Meine Beiträge finden sich hier: http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/author/tfaas
Den RSS-Feed zum Blog gibt es hier: http://blog.zeit.de/wahlen-nach-zahlen/?feed=rss2

Call for Questions zur German Longitudinal Election Study (GLES) eröffnet

Soeben wurde der Call for Questions der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung für die Bundestagswahlstudie veröffentlicht:
Das Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung (DGfW) lädt interessierte Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler ein, sich mit Instrumenten-Vorschlägen an der Gestaltung der German Longitudinal Election Study (GLES) zu beteiligen.
Die GLES ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen ihres Langfristprogramms für Sozial- und Geisteswissenschaften gefördertes Projekt mit dem Ziel, für die nächsten drei Bundestagswahlen (2009, 2013, 2017) zu beobachten und zu analysieren, wie die deutschen Wähler auf neue komplexe Konstellationen elektoraler Politik reagieren. Aktuell uneingeschränkt gesichert ist die Realisierung der ersten Projektphase, die der umfassenden Analyse der Bundestagswahl 2009 gewidmet ist.
Ein Grundprinzip dieses Projekts ist die Offenheit für Ideen und Anregungen aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Das Präsidium der DGfW lädt daher interessierte Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler ein, an der Gestaltung der GLES mitzuwirken. Vorschläge zu Instrumenten können bis zum 16. April 2009 eingereicht werden. Nähere Informationen zum Call for Questions erhalten Sie hier.

Expertencolloquium zum Thema Meinungsforschung / Wahlforschung

Am 2. und 3. April 2009 werden die Mitglieder des Councils der World Association for Public Opinion Research (WAPOR) zu Gast an der Akademie für Politische Bildung Tutzing sein. Aus diesem Anlass findet am 2. April ein eintägiges Expertencolloquium zum Thema Meinungsforschung / Wahlforschung statt, in dessen Rahmen deutsche Fachleute mit den internationalen Gästen, aber auch untereinander ins Gespräch kommen können. Weitere Details dazu gibt es hier.

Vortrag im Rahmen des Seminars „Wahlen und Wahlkampagnen in der Kommune“

Im Rahmen des Seminars „Wahlen und Wahlkampagnen in der Kommune“ (Beschreibung: „Alle reden vom Superwahljahr 2009 und meinen zumeist nur die Bundestags- und Europawahl. Aber es stehen auch wichtige Kommunalwahlen an.“) habe ich heute einen Vortrag mit dem Titel „Wer wählt wen? Kommunales Wahlverhalten am Beispiel einer Großstadt“ gehalten.  Die Ergebnisse basierten zum größten Teil auf der Studie „Kommunale Wahlbeteiligung. Eine Fallstudie anlässlich der Kommunalwahl 2004 in Nordrhein-Westfalen“, die Rüdiger Schmitt-Beck und ich anlässlich der Kommunalwahl 2004 in Duisburg durchgeführt haben.

Die Folien meines Vortrags finden sich hier (PDF. 538KB) oder auch hier als Flash auf slideshare.net.

Details zu den Ergebnissen der Studie finden sich hier: Schmitt-Beck, Rüdiger/Christian Mackenrodt/Thorsten Faas. 2008. “Hintergründe kommunaler Wahlbeteiligung. Eine Fallstudie zur Kommunalwahl 2004 in Duisburg.” Zeitschrift für Parlamentsfragen 39(3): 561-580.

Details zum Seminar insgesamt finden sich hier.

Neue Publikation im Sammelband „The German Election of 2005“

Eine Publikation zur Bundestagswahl 2005 ist erschienen:

Schmitt-Beck, Rüdiger/ Thorsten Faas. 2008. “The Campaign and its Dynamics at the 2005 German General Election”. in: Clayton Clemens/Thomas Saalfeld (Hg.). The German Election of 2005. Voters, Parties and Grand Coalition Politics. London: Routledge: 59-85.

Es handelt sich dabei um einen Nachdruck des Sonderhefts von German Politics (Heft 4, 2006).

5. Düsseldorfer Forum Politische Kommunikation – DFPK

Soeben ist die Einladung zum diesjährigen DFPK erschienen – hier die Infos:
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie hiermit herzlich einladen zum „5. Düsseldorfer Forum
Politische Kommunikation (DFPK)“, das vom 03.-05. April 2009 in Düsseldorf stattfindet.

Zentrales Thema des Forums ist das „Superwahljahr 2009“ in Deutschland. In den nächsten Monaten werden das EU-Parlament, der Bundestag, der Bundespräsident und mehrere Landtage gewählt. Daher stellt sich die Frage, wie die politischen Akteure die Wähler angesichts dieser Fülle von Voten für sich gewinnen wollen. Setzen die Parteien auf klassische Formen und Inhalte? Oder werden sie zu innovativen Mitteln greifen, wie es etwa US-Präsident Barack Obama erfolgreich vorgemacht hat?

Professionalisierung, Personalisierung, Inszenierung und Emotionalisierung – mit diesen Schlagworten lässt sich der US-Wahlkampf 2008 charakterisieren. Doch sind diese Strategien auch auf den deutschen Wahlkampf übertragbar?

Experten aus Politik, Wissenschaft und der Medienbranche werden diese Fragen beim 5. DFPK diskutieren. Die Podiumsdiskussion mit dem Thema „Superwahljahr 2009 – amerikanische Verhältnisse in Deutschland?“ am 03. April 2009 um 19.30 Uhr im Palais Wittgenstein bildet damit den Auftakt des Forums.

Alle weiteren Informationen gibt es unter www.dfpk.de

Call for Applications – ECASS

ECASS – the European Centre for Analysis in the Social Sciences – at the Institute for Social and Economic Research at the University of Essex is inviting applications for a limited number of funded visits for a minimum period of 3 weeks up to a maximum of three months starting from 1 July 2009 through to the end October 2009. The call is open to any researcher conducting research in an institution within the EU 27 or an FP6 Associated State. Grants cover travel expenses, accommodation and a per diem to cover living expenses. Researchers are free to carry out their own research based on ECASS resources.

The deadline is April 1st 2009

Weitere Informationen unter http://www.iser.essex.ac.uk/research/ecass

DE/CCAP

2009 scheint nicht nur Superwahljahr, sondern auch Superwahlstudienjahr zu werden. Nach der Bewilligung der German Longitudinal Election Study gibt es nun eine weitere Initiative: DE/CCAP. Hier die Informationen von Ray Duch, einem der Initiatoren des Projekts:
Simon Jackman, Lynn Vavreck and I invite interested scholars to participate in the German Cooperative Campaign Analysis Project (DE/CCAP) that we are fielding with YouGovPsychonomics during the September 2009 German Federal Election. The DE/CCAP will resemble the Cooperative Campaign Analysis Project (CCAP) recently completed as part of the 2008 U.S. Presidential election and the British Cooperative Analysis Project (B/CCAP) that is currently being conducted in conjunction with the next UK General Election.  This project, like the other CCAPS, aims to bring together scholars (or groups of scholars) from Universities around the world.

DE/CCAP is planned to be a four wave internet panel with roughly 10,000 people (subject to final team participation numbers) completing all four waves. The sample will be representative at the state level and oversample battleground and early primary states.  DE/CCAP will conduct a baseline wave with Common Content in April of 2009. Wave 2 will be conducted in June prior to the European Election in Germany.  Wave 3 will take place in August 30 days prior to the Federal election but will also coincide with the state election in Saarland. This pre-campaign wave will be done in the 4 weeks before the election.  The sample for this campaign wave will be rolled out in daily replicates with the goal that each day will consist of an independent sample.  Immediately after the election, a final post-election wave will be conducted.  Individuals or teams will get April 2009, September 2009, and one interim wave of data for €12,000.00.  An additional wave can be added for a total of €18,000.00.  As with earlier cooperative projects, a portion of each interview will be reserved for individual content by scholars who buy into the project.

If you are interested in participating in DE/CCAP, you should let Ray Duch know by April 15th (raymond.duch@nuffield.ox.ac.uk).  A complete description of the project is available at www.raymondduch.com/CCAP/Germany.  Please do not hesitate to contact me with questions at this email address or call me at (44) 776 0167 008.

Programm der AK-Tagung online

Das Programm zur Tagung des AK Wahlen – Thema: „Nebenwahlen: Wahlen, Wähler und Legitimation in der Mehrebenen-Demokratie“ – ist online und kann ab sofort unter www.akwahlen.de abgerufen werden.

Fellow der British Election Study

Als einer von insgesamt 20 internationalen Nachwuchswissenschaftlern bin ich in das Fellows Programme der British Election Study aufgenommen worden. Die britische Wahlstudie gehört zu den ältesten Programmen der empirischen Wahlforschung weltweit. Im Rahmen ihrer Neuauflage zu den Unterhauswahlen 2009/2010 gehört auch erstmals das Fellows Programme zur Forschungsinfrastruktur. Dessen Ziel ist es, Nachwuchswissenschaftler in die britische Wahlstudie zu integrieren, um diese so mittel- und langfristig weiterzuentwickeln. Das erste Treffen der neuen Fellows wird vom 5. bis zum 7. Juni an der University of Essex stattfinden. Weitere Informationen zur Britischen Wahlstudie und dem Fellow Programme sind unter http://www.bes2009-10.org/ abrufbar.

Endbericht zur Befragung der Mitglieder der DVPW

Der Endbericht zur Befragung von Mitgliedern der DVPW, die im vergangenen Jahr im Auftrag von DVPW und PVS-Redaktion unter der Leitung von Thorsten Faas und Rüdiger Schmitt-Beck durchgeführt wurde, kann ab sofort hier (PDF, 648 kB) abgerufen werden. Der Bericht gliedert sich in sechs Teile: eine Executive Summary, einen Nachdruck des Berichts “Die deutsche Politikwissenschaft und ihre Publikationen: Ist und Soll. Ergebnisse einer Umfrage unter den Mitgliedern der DVPW” aus dem DVPW-Rundbrief 139, eine Übersicht über alle Randverteilungen geschlossener Fragen, den Fragebogen selbst, alle verwendeten Anschreiben sowie einige Screenshots der Umfrage.