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Juniorprofessur für Politikwissenschaft, insbesondere Wählerverhalten

Nachdem ich den Ruf kürzlich angenommen habe, hat mich Prorektor Moerkotte heute zum Juniorprofessor für Politikwissenschaft, insbesondere Wählerverhalten, an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim ernannt. Die neue Stelle werde ich zum 1. August antreten. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und möchte an dieser Stelle allen, die an dem Verfahren beteiligt waren, sehr herzlich für ihre Unterstützung und das mir entgegengebrachte Vertrauen danken!

Wirtschaftskrise und Bundestagswahl

Auf die Finanzkrise folgte die staatliche Bankenrettung; auf die Wirtschaftskrise folgten staatliche Bürgschaften für Unternehmen. Der Staat greift wieder aktiv ein, nach sozialdemokratischer Manier. Gegeißelt werden „gierige“ Manager, der Kapitalismus gerät in die Kritik. Was läge da näher als Verluste für bürgerliche Parteien, die zumeist als wirtschaftsnah gelten, und Gewinne für linke Parteien? Warum es – bislang – noch nicht dazu gekommen ist, habe ich in einem Artikel auf ZEIT ONLINE zu erklären versucht. Der Artikel ist hier auch als PDF verfügbar.

CfP: PVS-Sonderheft „Wählen in Deutschland“

Aktuell läuft der Call for Papers für das von Rüdiger Schmitt-Beck herausgegebene Sonderheft 2011 der Politischen Vierteljahresschrift zum Thema „Wählen in Deutschland“. Erste Deadline ist der 15. August 2009, bis dahin sind vorläufige Abstracts einzureichen. Weitere Informationen finden sich im ausführlichen Call, der hier als PDF zur Verfügung steht.

Südkurier zum aktuellen Wahlkampf

Margit Hufnagel hat im Südkurier (Konstanz) eine Reportage mit dem Titel „Die Wahlkämpfer“ geschrieben, zu der ich auch das eine oder andere Zitat beigesteuert habe. Trotzdem ist sie sehr lesenswert. Das PDF dazu gibt es hier.

Neuer ZParl-Beitrag: Die hessische Landtagswahl vom 18. Januar 2009 – Achtung, nicht verwechseln! ;)

In der aktuellen Ausgabe 2/2009 der Zeitschrift für Parlamentsfragen ist ein Artikel von Rüdiger Schmitt-Beck und mir erschienen.
Rüdiger Schmitt-Beck, Thorsten Faas: Die hessische Landtagswahl vom 18. Januar 2009: der „ewige Koch“, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 40, 2009, S. 358-370.

(Achtung, nicht zu verwechseln mit:
Rüdiger Schmitt-Beck, Thorsten Faas: Die hessische Landtagswahl vom 27. Januar 2008: Wiederkehr der ‚hessischen Verhältnisse‘, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 40, 2009, S. 16-34
man kommt ja leicht durcheinander ob der hessischen Verhältnisse)

Hier der Abstract des neuen Beitrags:
Die vorgezogene hessische Landtagswahl 2009 folgte weniger als ein Jahr auf den vorangegangenen, regulären Wahlgang. Die Neuwahl wurde notwendig, nachdem – mangels anderer Koalitionsoptionen – zwei Versuche der SPD, eine von der Linkspartei tolerierte rot-grüne Regierung zu bilden, an mangelnder Gefolgschaft in den eigenen Reihen gescheitert waren. Es folgte ein kurzer, aber nicht sehr „knackiger“ Wahlkampf. Dem Desaster der misslungenen Regierungsbildung folgte für die SPD ein Desaster am Wahlabend, von dem aber weniger die Union, sondern FDP und Grüne profitieren konnten; auch der Linkspartei gelang der Wiedereinzug in den Landtag. Bei leicht gesunkener Wahlbeteiligung führte der Urnengang insgesamt zu einem Hessischen Landtag, der zersplitterter ist denn je. Gleichwohl erreichten CDU und FDP die erwartet stabile Regierungsmehrheit. Nach raschen Koalitionsverhandlungen vereinbarten die beiden Parteien ihre dritte Zusammenarbeit in Hessen. Roland Koch wurde wieder zum Ministerpräsidenten gewählt. Als wichtige bundespolitische Implikation folgte daraus, dass die Große Koalition in Berlin künftig im Bundesrat keine eigene Mehrheit mehr hat, sondern auf die Zustimmung von Landesregierungen mit Beteiligung anderer Parteien angewiesen.