{"id":195,"date":"2009-03-22T18:25:14","date_gmt":"2009-03-22T17:25:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thorstenfaas.de\/?page_id=195"},"modified":"2020-05-10T19:37:58","modified_gmt":"2020-05-10T18:37:58","slug":"2003-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.thorstenfaas.de\/?page_id=195","title":{"rendered":"2003"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"margin-top: 30px; margin-bottom: 20px;\">Artikel in Fachzeitschriften mit Peer Review<\/h4>\n<ul>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">Thorsten Faas: To Defect or Not to Defect? National, Institutional and Party Group Pressures on MEPs and Their Consequences for Party Group Cohesion in the EP, in: <em>European Journal of Political Research<\/em>, 42, 2003, S. 841\u2013866. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"ToDefect2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Gegenstand dieses Artikels ist die Fraktionsdisziplin und deren Determinanten im Europ\u00e4ischen Parlament. Es wird der Frage nachgegangen, warum bestimmte nationale Parteigruppen innerhalb der europ\u00e4ischen Fraktionen h\u00e4ufiger von der Fraktionslinie abweichen als anderen. Als Datenbasis dienen 2.582 namentliche Abstimmungen aus dem Zeitraum von September 1999 bis Februar 2002. Die Ergebnisse best\u00e4tigen fr\u00fchere Befunde, denenzufolge die Fraktionsdisziplin im Europ\u00e4ischen Parlament \u00fcberraschend hoch ist. Zus\u00e4tzlich aber werden Umst\u00e4nde identifiziert, unter denen Abgeordnete und nationale Parteigruppen von Fraktionslinien abweichen. Wichtige Faktoren sind die Auswahlprozesse in der nationalen Arena, das nationale Wahlsystem bei Europawahlen, aber auch der Charakter der Beziehungen zwischen Europa-Abgeordneten und nationalen Parteien.<\/div>\n<\/li>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">J\u00fcrgen Maier, Thorsten Faas: The Affected German Voter: Televized Debates, Follow-up Communication and Candidate Evaluations, in: <em>European Journal of Communication Research<\/em>, 28, 2003, S. 383\u2013404. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"Affected2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Bei der Bundestagswahl 2002 wurden erstmals Fernsehdebatten nach US-amerikanischem Vorbild durchgef\u00fchrt: Bundeskanzler Gerhard Schr\u00f6der und sein Herausforderer Edmund Stoiber stellten sich an zwei Terminen vor laufenden Kameras den Fragen von Journalisten. Der Einfluss von Debatten auf die Wahlentscheidung wird im allgemeinen als eher gering eingesch\u00e4tzt. Dar\u00fcber hinaus ist unklar, inwieweit Debatteneffekte zeitlich stabil sind. Dennoch konzentrierte sich der Bundestagswahlkampf angesichts des sich abzeichnenden Kopf-an-Kopf-Rennens stark auf die beiden Rededuelle. Mit Daten aus einer drei Wellen umfassenden Wiederholungsbefragung von Augsburger und Bamberger B\u00fcrgern im Umfeld der Debatten werden folgende Fragen thematisiert: Erstens, wie beurteilen die Probanden den Auftritt der beiden Kandidaten und wer hat in ihren Augen die Duelle gewonnen? Zweitens, schl\u00e4gt sich die Beurteilung des Fernsehauftritts auf die Einstellung zu Schr\u00f6der und Stoiber nieder und wie stark ist dieser Effekt? Drittens, wie stabil ist der Einfluss der Debatten \u00fcber die Zeit hinweg und welche Rolle spielt einerseits die Rezeption von Massenmedien und andererseits interpersonale Kommunikation bei der Verarbeitung der Duelle? Die Ergebnisse der Untersuchung machen deutlich, dass Schr\u00f6der in den Augen der Probanden beide Debatten f\u00fcr sich entschieden hat. Weiterhin konnten beide Kandidaten ihr Image im Zuge der TV-Auftritte deutlich verbessern. Die mit Hilfe eines Pfadmodells gesch\u00e4tzten Effekte zeigen, dass die Duelle einen veritablen Einfluss auf verschiedene Aspekte der Kandidatenbewertung hatten. Diese Effekte sind jedoch sehr instabil und verschwinden bereits nach wenigen Tage. Die intensive Verfolgung der Medienberichterstattung sowie ausf\u00fchrliche Gespr\u00e4che \u00fcber dieses Thema k\u00f6nnen die Abschw\u00e4chung von Debatteneffekten jedoch verhindern. Weiterhin ist es f\u00fcr die Persistenz von Debatteneffekten auch von Bedeutung, ob die dabei gesammelten Informationen mit den eigenen Beobachtungen \u00fcbereinstimmen oder ihnen widersprechen.<\/div>\n<\/li>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">Thorsten Faas: Offline rekrutierte Access Panels: K\u00f6nigsweg der Online-Forschung? In: <em>ZUMA-Nachrichten<\/em>, 53, 2003, S. 58\u201376. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"AccessPanels2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Der Beitrag besch\u00e4ftigt sich mit der Frage der Repr\u00e4sentativit\u00e4t von offline rekrutierten Access Panels. Nach idealtypischer Vorstellung sollten solche Panels f\u00fcr die Internet-Nutzer repr\u00e4sentative Ergebnisse liefern. Verglichen wird eine Umfrage, die auf einem Access Panel basiert, mit einer pers\u00f6nlichen Repr\u00e4sentativ-Befragung der deutschen Bev\u00f6lkerung, die zeitgleich durchgef\u00fchrt wurde und aus der f\u00fcr die Zwecke des Vergleichs nur die Internet-Nutzer ausgew\u00e4hlt wurden. In beiden F\u00e4llen sollte es sich um repr\u00e4sentative Befragungen deutscher Internet-Nutzer handeln. Tats\u00e4chlich weichen die Ergebnisse der beiden Umfragen aber (teilweise deutlich) voneinander ab. Dies betrifft sowohl soziodemografische Variablen, aber auch Fragen der Internet-Nutzung sowie politische Einstellungen. Praktisch bedeuten die Ergebnisse, dass Online-Umfragen auf Basis von Access Panels nicht zwangsl\u00e4ufig Ergebnisse liefern, die Repr\u00e4sentativit\u00e4t f\u00fcr alle Internet-Nutzer f\u00fcr sich beanspruchen k\u00f6nnen. Ihre Einsatzm\u00f6glichkeit in der wissenschaftlichen Praxis (und dar\u00fcber hinaus) schr\u00e4nkt dies deutlich ein.<\/div>\n<\/li>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">Thorsten Faas: Umfragen im Umfeld der Bundestagswahl 2002: Offline und Online im Vergleich, in: <em>ZA-Informationen<\/em>, 52, 2003, S. 120\u2013135 [nachgedruckt in: <em>Stadtforschung und Statistik<\/em>, 2004, S. 35\u201342]. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"Umfragen2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Der Beitrag vergleicht Ergebnisse von drei Umfragen, die anl\u00e4sslich der Bundes-tagswahl 2002 auf methodisch sehr verschiedene Weise durchgef\u00fchrt wurden. Es handelt sich erstens um eine repr\u00e4sentative Bev\u00f6lkerungsumfrage, zweitens um eine repr\u00e4sentative Online-Erhebung unter Internet-Nutzern sowie drittens um eine On-line-Erhebung mit selbstrekrutierten Teilnehmern. Der Vergleich der drei Umfragen zeigt, dass sich die Umfragen sowohl hinsichtlich sozialstruktureller Variablen (Alter, Bildung und Geschlecht) als auch hinsichtlich substanzieller Fragen (Wahl-verhalten, politisches Interesse) deutlich voneinander unterscheiden. Zudem wird gezeigt, dass eine sozialstrukturelle Gewichtung nach Alter und Geschlecht diese substanziellen Unterschiede nicht beseitigt.<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h4 style=\"margin-top: 30px; margin-bottom: 20px;\">Artikel in sonstigen Fachzeitschriften<\/h4>\n<ul>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">Thorsten Faas: E-Mail-Befragungen von Direktkandidaten: Methodische Erfahrungen aus Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz, in: <em>Zeitschrift f\u00fcr Parlamentsfragen<\/em>, 34, 2003, S. 720\u2013729. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"EMail2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Gegenstand des Beitrags ist die Frage, inwieweit Email-Befragungen in der empirischen Parlaments- und Abgeordnetenforschung eingesetzt werden k\u00f6nnen. Die Diskussion orientiert sich dabei an der von Groves entwickelten und allgemein auf Umfragen anwendbaren Typologie, folglich werden Auswahl-, Ausfall- und Messfehler thematisiert. Empirisch fu\u00dft der Beitrag auf Email-Befragungen, die anl\u00e4sslich der Landtagswahlen in Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz unter Direktkandidaten durchgef\u00fchrt wurden. Insgesamt 770 Kandidaten bewarben sich bei diesen Wahlen um eines der Direktmandate, davon konnten rund 70 Prozent per Email kontaktiert werden, von diesen wiederum nahmen rund 60 Prozent an der Befragung teil. Damit kann die Befragung als Erfolg bezeichnet werden. Email-Befragungen k\u00f6nnen \u2013 zumindest als Erg\u00e4nzung \u2013 in den Methodenkasten der empirischen Parlamentsforschung aufgenommen werden.<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h4 style=\"margin-top: 30px; margin-bottom: 20px;\">Artikel in Sammelb\u00e4nden<\/h4>\n<ul>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">Thorsten Faas: Landtagsabgeordnete in den Weiten des Netzes: Ergebnisse von Umfragen unter Landtagsabgeordneten zur Bedeutung des Internets in Politik und Wahlk\u00e4mpfen, in: Arne Rogg (Hrsg.): <em>Wie das Internet die Politik ver\u00e4ndert<\/em>, Opladen: Leske+Budrich, 2003, S. 55\u201365. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"MdL2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Basierend auf einer Umfrage unter Abgeordneten der Landtage in Baden-W\u00fcrttemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt (April 2002) gibt der Artikel zun\u00e4chst Auskunft \u00fcber die technische Ausstattung, das Internet-Nutzungsverhalten der Abgeordneten. Darauf aufbauend wird der Einsatz des Internets im Wahlkampf n\u00e4her beleuchtet, wobei sich zeigt, dass das Internet trotz seiner relativen Jugend bereits einen festen Platz in der Wahlkampfkommunikation einnimmt. Abschlie\u00dfend werden die Meinungen der Abgeordneten zu Electronic Voting diskutiert, wobei sich hier (insbesondere unter Abgeordneten der CDU) gro\u00dfe Skepsis zeigt.<\/div>\n<\/li>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">Thorsten Faas, Hans Rattinger: Politische Konsequenzen von Arbeitslosigkeit: Eine Analyse der Bundestagswahlen 1980 bis 2002, in: Andreas M. W\u00fcst (Hrsg.): <em>Politbarometer<\/em>, Opladen: Leske+Budrich, 2003, S. 205\u2013238. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"Arbeitslosigkeit2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Der Beitrag untersucht den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Wahlverhalten bei den Bundestagswahlen zwischen 1980 und 2002. Zur Analyse werden sowohl Aggregatdaten (auf Ebene der Stadt- und Landkreise) als auch Individualdaten (Politbarometer) verwendet. Die Ergebnisse zeigen, dass Arbeitslosigkeit politische Konsequenzen hat. Im einzelnen zeigt die Aggregatdatenanalyse, dass Gebiete mit hohem Arbeitslosigkeits-Niveau im Westen eigentlich SPD-Hochburgen, 2002 aber durch eine gewisse Apathie gekennzeichnet sind: Hier finden wir h\u00f6here Nicht- und geringere Wechselwahl, andererseits findet hier die PDS \u2013 als letzter Ausweg? \u2013 Zulauf. Rechte und sonstige Parteien profitieren dort dagegen nicht. F\u00fcr Gebiete mit steigender Arbeitslosigkeit ergeben sich etwas andere Ergebnisse: Hier finden wir im Westen h\u00f6here Wahlbeteiligung, h\u00f6here Wechselwahl und Ver\u00e4nderungen im Sinne der Anti-Regierungshypothese. Ein (dauerhaft) hohes Niveau f\u00fchrt also zu tendenziell zu Apathie, (eher kurzfristige) Steigerungen dagegen haben mobilisierende Effekte. Die Ergebnisse auf Basis der Politbarometer f\u00fchren zu \u00e4hnlichen Befunden: Nichtw\u00e4hleranteile liegen bei Arbeitslosen durchschnittlich h\u00f6her, dies gilt in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr Personen, die auch anderweitig (sozial, politisch, kognitiv) nicht eingebunden sind: Hier treten die politischen Konsequenzen der Arbeitslosigkeit besonders deutlich hervor. Dies betrifft auch das Ph\u00e4nomen der Protestwahl.<\/div>\n<\/li>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">Thorsten Faas: Europa, wie es den B\u00fcrgern gef\u00e4llt? Positionen von W\u00e4hlern, Parteien und ihren Europa-Abgeordneten im Vergleich, in: Frank Brettschneider, Jan van Deth, Edeltraud Roller (Hrsg.): <em>Europ\u00e4ische Integration in der \u00f6ffentlichen Meinung<\/em>, Opladen: Leske+Budrich, 2003, S. 395\u2013422. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"Integration2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Ausgehend von der Annahme, dass der europ\u00e4ische Policy-Raum zweidimensional ist &#8211; links-rechts einerseits, pro-\/anti-Europa andererseits -, analysiert dieser Artikel die Funktionsweise repr\u00e4sentativer Demokratie in Europa und geht der Frage nach: Gibt es ein &#8222;responsible party system&#8220;? Um diese Frage zu beantworten, werden Positionen von W\u00e4hlern, Parteien und Abgeordneten (einschlie\u00dflich des Abstimmungsverhaltens von Europa-Abgeordneten) miteinander verglichen. Die Ergebnisse weisen hohe \u00dcbereinstimmungen zwischen diesen Werten auf der Links-Rechts-Dimension auf. Demgegen\u00fcber sind die \u00dcbereinstimmungen auf der zweiten Dimension deutlich niedriger. Besonders anti-europ\u00e4ische Sentiments in der Bev\u00f6lkerung finden keine Widerhall im politischen System.<\/div>\n<\/li>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">Thorsten Faas: www.ihr-kandidat-fuer-den-landtag.de: Einstellungen von Kandidaten bei Landtagswahlen zum Einsatz neuer Medien in der Wahlkampf-Kommunikation, in: Alexander Siedschlag, Alexander Bilgeri (Hrsg.): <em>Kursbuch Internet und Politik 2\/2002<\/em>, Opladen: Leske+Budrich, 2003, S. 93\u2013106. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"www2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Basierend auf einer Umfrage unter Kandidaten, die sich um ein Landtagsmandat in Baden-W\u00fcrttemberg, Rheinland-Pfalz (jeweils M\u00e4rz 2001) bzw. Sachsen-Anhalt (April 2002) beworben haben, gibt der Artikel Auskunft \u00fcber die Technik- und Internet-Nutzung dieser Kandidaten. Gepr\u00fcft wird dabei insbesondere der Einsatz neuer Medien im Wahlkampf sowie die zugrundeliegenden Motive. Insgesamt hat sich das Internet trotz seiner Jugend als Wahlkampfmedium etabliert, allerdings gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Konsens dar\u00fcber, wie das Medium genutzt werden sollte. Hier findet sich eine gewisse Unsicherheit bei den Kandidaten.<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h4 style=\"margin-top: 30px; margin-bottom: 20px;\">Sonstige Ver\u00f6ffentlichungen<\/h4>\n<ul>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">Thorsten Faas, J\u00fcrgen Maier: <em>Wortlaut und Wahrnehmung des zweiten Fernsehduells im Bundestagswahlkampf 2002: Eine Dokumentation<\/em>, Bamberger Beitr\u00e4ge zur Politikwissenschaft: Forschungsschwerpunkt Politische Einstellungen und Verhalten, Nr. II-17, 2003. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"ZweitesDuell2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Bei der Bundestagswahl 2002 wurden erstmals Fernsehduelle nach US-amerikanischem Vorbild durchgef\u00fchrt. Die vorliegende Dokumentation enth\u00e4lt einerseits den exakten Wortlaut der zweiten Debatte, andererseits die unmittelbaren Zuschauerreaktionen auf die \u00c4u\u00dferungen von Schr\u00f6der und Stoiber. Diese Reaktionen basieren auf experimentell erhobenen Daten: 35 Bamberger B\u00fcrger haben im Rahmen eines Experiments die Debatten verfolgt und konnten (und sollten) unmittelbar ihre Reaktionen auf die beiden Kontrahenten computergest\u00fctzt festhalten.<\/div>\n<\/li>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">J\u00fcrgen Maier, Thorsten Faas: <em>Wortlaut und Wahrnehmung des ersten Fernsehduells im Bundestagswahlkampf 2002: Eine Dokumentation<\/em>, Bamberger Beitr\u00e4ge zur Politikwissenschaft: Forschungsschwerpunkt Politische Einstellungen und Verhalten, Nr. II-16, 2003. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"ErstesDuell2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Bei der Bundestagswahl 2002 wurden erstmals Fernsehduelle nach US-amerikanischem Vorbild durchgef\u00fchrt. Die vorliegende Dokumentation enth\u00e4lt einerseits den exakten Wortlaut der ersten Debatte, andererseits die unmittelbaren Zuschauerreaktionen auf die \u00c4u\u00dferungen von Schr\u00f6der und Stoiber. Diese Reaktionen basieren auf experimentell erhobenen Daten: 32 Bamberger B\u00fcrger haben im Rahmen eines Experiments die Debatten verfolgt und konnten (und sollten) unmittelbar ihre Reaktionen auf die beiden Kontrahenten computergest\u00fctzt festhalten.<\/div>\n<\/li>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">J\u00fcrgen Maier, Thorsten Faas: <em>Die Fernsehduelle bei der Bundestagswahl 2002: Einfluss der Massenmedien und der interpersonalen Kommunikation auf die Bewertung der Kanzlerkandidaten<\/em>, Bamberger Beitr\u00e4ge zur Politikwissenschaft: Forschungsschwerpunkt Politische Einstellungen und Verhalten, Nr. II-15, 2003. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"Einfluss2003\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Bei der Bundestagswahl 2002 wurden erstmals Fernsehdebatten nach US-amerikanischem Vorbild durchgef\u00fchrt: Bundeskanzler Gerhard Schr\u00f6der und sein Herausforderer Edmund Stoiber stellten sich an zwei Terminen vor laufenden Kameras den Fragen von Journalisten. Wenngleich die Forschung den Einfluss von Debatten auf die Wahlentscheidung bisher f\u00fcr eher gering h\u00e4lt, konzentrierte sich der Bundestagswahlkampf angesichts des sich abzeichnenden Kopf-an-Kopf-Rennens stark auf die beiden Rededuelle. Hinter dieser Strategie stand dabei die empirisch bislang nicht belegte Annahme, dass die Wirkung von Debatteneffekte lange anh\u00e4lt. Mit Daten aus einer drei Wellen umfassenden Wiederholungsbefragung von Augsburger und Bamberger B\u00fcrgern im Umfeld der Debatten werden folgende Fragen thematisiert: Erstens, wie beurteilen die Probanden den Auftritt der beiden Kandidaten und wer hat in ihren Augen die Duelle gewonnen? Zweitens, schl\u00e4gt sich die Beurteilung des Fernsehauftritts auf die Einstellung zu Schr\u00f6der und Stoiber nieder und wie stark ist dieser Effekt? Drittens, wie stabil ist der Einfluss der Debatten \u00fcber die Zeit hinweg und welche Rolle spielt einerseits die Rezeption von Massenmedien und andererseits interpersonale Kommunikation bei der Verarbeitung der Duelle? Die Ergebnisse der Untersuchung machen deutlich, dass Schr\u00f6der in den Augen der Probanden beide Debatten f\u00fcr sich entschieden hat. Weiterhin konnten beide Kandidaten ihr Image im Zuge der TV-Auftritte deutlich verbessern. Die mit Hilfe eines Pfadmodells gesch\u00e4tzten Effekte zeigen, dass die Duelle einen veritablen Einfluss auf verschiedene Aspekte der Kandidatenbewertung hatten. Diese Effekte sind jedoch sehr instabil und verschwinden bereits nach wenigen Tage. Die intensive Verfolgung der Medienberichterstattung sowie ausf\u00fchrliche Gespr\u00e4che \u00fcber dieses Thema k\u00f6nnen die Abschw\u00e4chung von Debatteneffekten jedoch verhindern. Weiterhin ist es f\u00fcr die Persistenz von Debatteneffekten auch von Bedeutung, ob die dabei gesammelten Informationen mit den eigenen Beobachtungen \u00fcbereinstimmen oder ihnen widersprechen. Forschungstechnisch legen diese Befunde eine Abkehr von demoskopischen Schnellsch\u00fcssen und eine Zuwendung zu Panelbefragungen nahe, die auch den Zeitraum nach den Debatten abdecken. Weiterhin ist ein Urteil \u00fcber Debatteneffekte ohne Kenntnisse dar\u00fcber, wie Individuen diese in den folgenden Tagen verarbeiten, nicht m\u00f6glich. F\u00fcr Wahlk\u00e4mpfer bedeuten diese Ergebnisse, dass die Wirkung von Debatten nur schwer zu kontrollieren ist.<\/div>\n<\/li>\n<li style=\"margin-top: 15px;\">Thorsten Faas: <em>www.wahlumfrage2002.de: Ergebnisse und Analysen<\/em>, Bamberger Beitr\u00e4ge zur Politikwissenschaft: Forschungsschwerpunkt Politische Einstellungen und Verhalten, Nr. II-11, 2003. <a>[Abstract]<\/a>\n<div id=\"wu2002\" class=\"abstract\" style=\"display: none;\">Unter www.wahlumfrage2002.de nahmen in der Zeit vom 20. August bis zum 22. September 2002 \u00fcber 30.000 Internet-Nutzer an einer Online-Umfrage anl\u00e4sslich der Bundestagswahl 2002 teil. Eine Analyse der Antworten zeigt allerdings, dass die Teilnehmer der Wahlumfrage2002 \u2013 trotz der hohen Teilnehmerzahl \u2013 keine repr\u00e4sentative Stichprobe der Gesamtbev\u00f6lkerung darstellen. In der Tendenz sind die Teilnehmer der Wahlumfrage2002 m\u00e4nnlich, jung und hochgebildet \u2013 und dies in einem noch viel st\u00e4rkeren Ausma\u00df, als es f\u00fcr Internet-Nutzer allgemein schon der Fall ist. Zudem erweisen sich die Teilnehmer der Wahlumfrage2002 bei politischen Fragen auch als \u00fcberdurchschnittlich interessiert, involviert und engagiert. Dies \u00e4u\u00dfert sich beispielsweise darin, dass knapp 25{3426474b3f9f8d29c29a745addee9efa84dd37b71a1af316c98e4bc6cc0a8cdd} der Teilnehmer Mitglied einer politischen Partei sind, aber auch in einer intensiveren Verfolgung des Wahlkampfs und einer h\u00f6heren Bereitschaft zur Wahlteilnahme verglichen mit der deutschen Bev\u00f6lkerung insgesamt, aber auch verglichen speziell mit den deutschen Internet-Nutzern. Hinsichtlich des Wahlverhaltens zeigt sich, dass der Stimmenanteil der beiden gro\u00dfen Volksparteien SPD und Union unter den Wahlumfrage2002-Teilnehmern deutlich niedriger, jener der kleinen Parteien deutlich h\u00f6her ist verglichen mit dem tats\u00e4chlichen Wahlausgang vom 22. September 2002.<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artikel in Fachzeitschriften mit Peer Review Thorsten Faas: To Defect or Not to Defect? National, Institutional and Party Group Pressures on MEPs and Their Consequences for Party Group Cohesion in the EP, in: European Journal of Political Research, 42, 2003, S. 841\u2013866. [Abstract] Gegenstand dieses Artikels ist die Fraktionsdisziplin und deren Determinanten im Europ\u00e4ischen Parlament. 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