Nebenwahlen und TV-Duelle: Neue Publikation zur „Eurodebate“ 2014

Soeben ist ein Special Issue der Zeitschrift „Politics and Governance“ zum Thema „How Different Were the European Elections of 2014?“ erschienen, das hier eingesehen und – da Open Access – heruntergeladen werden kann. Darin enthalten ist auch ein Beitrag von Jürgen Maier, Berthold Rittberger und mir zum Thema „Debating Europe: Effects of the “Eurovision Debate” on EU Attitudes of Young German Voters and the Moderating Role Played by Political Involvement“.

Jürgen Maier, Berthold Rittberger, Thorsten Faas: Debating Europe: Effects of the “Eurovision Debate” on EU Attitudes of Young German Voters and the Moderating Role Played by Political Involvement, in: Politics and Governance, 4, 2016, S. 55–68.

Shopping in BaWü

Auch die Wahl in BaWü will kommentiert werden, auch mal beim Shopping. 😉

TV-Duell RLP: Klöckner, Dreyer und ein Testpublikum

Es war der Höhepunkt des laufenden Wahlkampfs in Rheinland-Pfalz – das einzige TV-Duell zwischen Malu Dreyer und Julia Klöckner vor der Landtagswahl am 13. März. Wir haben dieses Duell – in guter Tradition – mit einer Echtzeitmessung begleitet, erstmals in Kooperation mit dem SWR, der erste Zahlen gleich in der Analysesendung präsentieren wollte. Rund 70 Leute aus dem Raum Mainz hatten wir eingeladen, um das Duell vor Ort zu verfolgen und mittels Drehreglern zu bewerten.

Demoskopie im Wahlkampf

Nachdem kürzlich das Sonderheft der Zeitschrift für Parlamentsfragen zum Thema „Demoskopie“ erschienen ist, findet das Thema auch in den laufenden Wahlkämpfen vor den Landtagswahlen Beachtung. Ulrike Winkelmann hat für den Deutschlandfunk einen „Hintergrund“ zum Thema gemacht (hier lesen, hier hören). Umstritten ist derzeit auch, ob die häufigeren Umfragen vor den Landtagswahlen gut oder schlecht sind. Meine These: „Wahlforscher hält Umfragen-Häufung nicht für kritikwürdig“.

PS: Bald erscheint auch der Sammelband zum Thema zur 2014er Tagung „Demokratie und Demoskopie“.

www.wahlstudie.de gestartet – Umfrage zur Landtagswahl

Logo_Wahlstudie-2016Ab sofort ist die „Wahlstudie Rheinland-Pfalz 2016“ unter www.wahlstudie.de online. Die Befragung befasst sich mit aktuellen Fragen rund um die Landtagswahl – Flüchtlinge, Kandidatinnen, Wahlabsichten. Hervorgegangen ist das Projekt aus einem Projektseminar im MA „Empirische Demokratieforschung“ an der JGU. Wir freuen uns über viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Unter allen verlosen wir am Ende 20 Buchgutscheine à 20 Euro als Dankeschön!

Landtagswahl, SWR und Empirische Politikforschung

wahlbeiunsDer Südwestrundfunk und der Bereich „Empirische Politikforschung“ arbeiten im Vorfeld der Landtagswahl an verschiedenen Stellen zusammen:

– Für SWR1 habe ich gestern ein Interview gegeben, das hier abrufbar und nachlesbar ist. Weitere werden sicher folgen. 🙂
– Die „Politische Landkarte von Rheinland-Pfalz“ ist ein gemeinsames datenjournalistisches Projekt, in dessen Rahmen verschiedene sozialstrukturelle Daten rund um Rheinland-Pfalz mit früheren Wahlergebnissen in Verbindung gebracht werden. Die Landkarte ist hier einseh- und gestaltbar.
– Das TV-Duell zwischen Malu Dreyer und Julia Klöckner am 1. März 2016 werden wir ebenfalls forscherisch begleiten. Stay tuned! 🙂

Politische Psychologie goes TV-Duelle: Sonderheft erschienen

Das jüngste Heft der Zeitschrift „Politische Psychologie“ widmet sich der „Rezeption und Wirkung von TV-Debatten“; Gastherausgeber sind Michaela Maier, Jürgen Maier und ich. Den gesamten Inhalt gibt es hier gibt es hier – im Heft sind unter anderem auch die folgenden beiden Beiträge enthalten:

  • Jürgen Maier, Thorsten Faas: The Impact of Personality on Viewers’ Reactions to Negative Candidate Statements in Televised Debates, in: Politische Psychologie, 4, 2015, S. 169–187.
  • Thorsten Faas, Judith Schliephake: Affective Intelligence und Debattenrezeption: Eine experimen-telle Studie zum Einfluss von Emotionen auf die Informationsverarbeitung und Entscheidungsfindung am Beispiel eines Fernsehduells, in: Politische Psychologie, 4, 2015, S. 252–274.

Special Issue German Politics „E-Campaigning in Germany: A Net Revolution?“

Rechtzeitig zu Weihnachten ist Heft 4 der Zeitschrift „German Politics“ erschienen – als Sonderheft zum Thema „E-Campaigning in Germany: A Net Revolution?“. Die Beiträge befassen sich primär mit der Bundestagswahl 2009, liefern aber trotzdem spannende theoretische und empirischen Einblicke in das Potenzial neuer Medien für die politische Kommunikation. Im Heft auch ein Beitrag von Julia Partheymüller und mir:

Julia Partheymüller, Thorsten Faas: The Impact of Online versus Offline Campaign Information on Citizens’ Knowledge, Attitudes and Political Behaviour: Comparing the German Federal Elections of 2005 and 2009, in: German Politics, 24, 2015, S. 507–524.

Neue Publikationen: Schwerpunkt „Demoskopie“ in der ZParl

Im neuen Heft der Zeitschrift für Parlamentsfragen gibt es einen Schwerpunkt zum Thema „Demoskopie“, u.a. mit folgenden Beiträgen von mir:

Thorsten Faas: Zur Wahrnehmung und Glaubwürdigkeit von Umfragen aus Sicht der Bürger: Ein Test zweier notwendiger Bedingungen für Umfrageeffekte, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 46, 2015, S. 692–707.
Thorsten Faas, Sascha Huber: Haben die Demoskopen die FDP aus dem Bundestag vertrieben? Ergebnisse einer experimentellen Studie, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 46, 2015, S. 746–759.

Abschlussveranstaltung Politische Kommunikation in Zeiten von Social Media

tf_polkomAm 18.11. fand die Abschlussveranstaltung zum Forschungsprojekt „Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologien“ in der Landesvertretung der Freien Hansestadt Hamburg in Berlin statt, das wir in Kooperation mit der Bonner Akademie für Forschung und Lehrer praktischer Politik und YouGov durchgeführen. Zusammen mit Benjamin Sack habe ich dort zentrale Ergebnisse aus einer Längsschnittbefragung, die von Juli 2013 bis September 2015 in insgesamt fünf Wellen durchgeführt wurde, vorgestellt.

Auf großes Interesse stießen dabei vor allem Ergebnisse zur so genannten „Filterbubble“. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Freundeslisten bei Facebook-Nutzern zu einem großen Teil aus Personen zusammensetzen, die derselben Partei nahestehen wie die Nutzer selbst. Gerade bei Anhängern der „Alternative für Deutschland“ ist diese Tendenz besonders ausgeprägt. Nicht nur dieser Teil des Vortrags sorgte letztlich sogar dafür, dass der zur Veranstaltung angesetzte Hashtag #pksm15 kurzzeitig in Deutschland auf Twitter „trendete“.

Diese Erkenntnisse zur Filterbubble bildeten auch den Fokus in der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Christian Krell moderiert wurde und an der Alexander Schweitzer, Holger Geißler, Jasmin Siri und Thorsten Faas teilnahmen. Als zentrale Erkenntnisse zeigte sich hier die einsetzende Ernüchterung die sich bei der Hoffnung sozialer Medien als Katalysator für die politische Kommunikation in den letzten Jahren ergibt. So verwies Holger Geißler darauf, dass soziale Medien in erster Linie „social“ und nicht „political“ sein. Alexander Schweitzer macht aus eigener Erfahrung deutlich, dass die Filterbubble tatsächlich einer Tendenz unterliegen zu scheint, indem er zu angab, dass unter seinen Facebook-Freunden die SPD die „absolute Mehrheit“ ausmache.

Vortragsreihe zur Landtagswahl 2016 an der JGU

Vortragsreihe-Landtagswahl-20162Am Bereich „Empirische Politikforschung“ an der JGU organisieren wir im Wintersemester eine Veranstaltungsreihe mit Gästen aus der Praxis rund um die Landtagswahl 2016 in Rheinland-Pfalz. Am 4.11. beginnt die stellvertretende Ministerpräsidentin, Eveline Lemke, zwei Wochen später folgt die Ministerpräsidentin, Malu Dreyer. Das gesamte Programm der Reihen gibt es hier als PDF.

Neues Forschungsprojekt: Evaluation des Bürgerbeteiligungsverfahrens zum Klimaschutzplan 2050

In Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung begleiten wir im Bereich „Empirische Politikforschung“ das Bürgerbeteiligungsverfahren zum geplanten „Klimaschutzplan 2050“. Ziel der verschiedene Methoden umfassenden Studie ist es, das Verfahren darauf zu prüfen, ob es den Kriterien guter Bürgerbeteiligung entspricht. Darüber hinaus soll erforscht werden, welche Auswirkungen das Verfahren auf die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger zu Klimaschutz, (direkter) Demokratie und Bürgerbeteiligung hat. Zudem sollen die öffentliche Meinung und der „partizipative Fußabdruck“ nachverfolgt werden. Weitere Informationen zu dem Projekt finden sich auf der Projektseite an der JGU.

Abschlussveranstaltung „Politische Kommunikation in Zeiten von Social Media“

pksm_teaserAm 18. November findet in Berlin (in der dortigen Landesvertretung Hamburgs) die Abschlussveranstaltung zum Projekt „Politische Kommunikation in Zeiten von Social Media“ statt.

Politische Kommunikation verändert sich: Während klassische Massenmedien zunehmend unter Druck geraten, ihre Qualität infrage gestellt und ihnen Vertrauen entzogen wird, gewinnen soziale Online-Netzwerke, allen voran Facebook, an Bedeutung. So ist zumindest die öffentliche Wahrnehmung – empirische Studien dazu gibt es kaum. Dabei mangelt es nicht an spannenden Fragen: Wie informieren sich Menschen heute über das politische Geschehen? Welchen Quellen vertrauen sie? Wie vielfältig sind die Informationen, die sie erreichen? Antworten auf diese Fragen sind von zentraler Bedeutung für unsere Demokratie, denn sie braucht vielfältige Medien, denen Menschen vertrauen.

Um solche Antworten gerade mit Blick auf neue Medien zu finden, haben wir jüngst eine bundesweite Umfrage durchgeführt, die frühere Umfragen aus den Jahren 2013 und 2014 zum Themenkomplex „Politische Kommunikation und Social Media“ fortschreibt. Inzwischen haben wir die Teilnehmer der Studie fünf Mal zu ihrer „politischen Kommunikation“ befragt. Am 18. November werden wir die zentralen Ergebnisse des Projekts im Rahmen der Abschlussveranstaltung präsentieren und anschließend mit Gästen diskutieren.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, dabei zu sein

am 18. November 2015
von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
in der Hansestadt Hamburg, Vertretung beim Bund
Jägerstraße 1-3,
10117 Berlin.

Um Anmeldung bis zum 8. November 2015 an thorsten.faas@uni-mainz.de oder sack@politik.uni-mainz.de wird gebeten.

Weitere Informationen zur Abschlussveranstaltungen (u.a. das Programm) finden Sie auch im Programmflyer.

Lehre im Wintersemester

Das Wintersemester steht vor der Tür – folgende Lehrveranstaltungen sind im Angebot:

  • Vorlesung „Statistik II“
  • (Projekt-)Seminar „Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2016“
  • BA-Seminar „Wahlforschung replizieren“
  • Examenskolloquium „Empirische Politikforschung“

Wahlpflicht?

NGFH_2015_Heft_10_TitelseiteDas neue Heft der „Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte“ widmet sich aktuellen Fragen der politischen Beteiligung (siehe hier das Inhaltsverzeichnis). Ich beschäftige mich in dem Heft – einmal mehr – mit der Möglichkeit einer Wahlpflicht.

Thorsten Faas: Vor- und Nachteile einer Wahlpflicht, in: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, 10, 2015, S. 17–19.