Als einer von insgesamt 20 internationalen Nachwuchswissenschaftlern bin ich in das Fellows Programme der British Election Study aufgenommen worden. Die britische Wahlstudie gehört zu den ältesten Programmen der empirischen Wahlforschung weltweit. Im Rahmen ihrer Neuauflage zu den Unterhauswahlen 2009/2010 gehört auch erstmals das Fellows Programme zur Forschungsinfrastruktur. Dessen Ziel ist es, Nachwuchswissenschaftler in die britische Wahlstudie zu integrieren, um diese so mittel- und langfristig weiterzuentwickeln. Das erste Treffen der neuen Fellows wird vom 5. bis zum 7. Juni an der University of Essex stattfinden. Weitere Informationen zur Britischen Wahlstudie und dem Fellow Programme sind unter http://www.bes2009-10.org/ abrufbar.
Endbericht zur Befragung der Mitglieder der DVPW
Der Endbericht zur Befragung von Mitgliedern der DVPW, die im vergangenen Jahr im Auftrag von DVPW und PVS-Redaktion unter der Leitung von Thorsten Faas und Rüdiger Schmitt-Beck durchgeführt wurde, kann ab sofort hier (PDF, 648 kB) abgerufen werden. Der Bericht gliedert sich in sechs Teile: eine Executive Summary, einen Nachdruck des Berichts “Die deutsche Politikwissenschaft und ihre Publikationen: Ist und Soll. Ergebnisse einer Umfrage unter den Mitgliedern der DVPW” aus dem DVPW-Rundbrief 139, eine Übersicht über alle Randverteilungen geschlossener Fragen, den Fragebogen selbst, alle verwendeten Anschreiben sowie einige Screenshots der Umfrage.
Neue Publikation: Das Experiment – ein unbekanntes Wesen?
Faas, Thorsten. 2009. “Das Experiment – ein unbekanntes Wesen?.” in: Kai-Uwe Schnapp/Nathalie Behnke/Joachim Behnke (Hg.). Datenwelten. Datenerhebung und Datenbestände in der Politikwissenschaft. Baden-Baden: Nomos: 72-93. [weitere Informationen]
Vortrag im MZES-Kolloquium zu Antwortlatenzen in der Wahlforschung
Gemeinsam mit meinem Kollegen Jochen Mayerl von der Universität Stuttgart halte ich am 16. Februar im MZES-Kolloquium einen Vortrag zum Thema Antwortlatenzen in der Wahlforschung. Das zugehörige Papier erscheint in Kürze im Sammelband zur 2008er Tagung des AK Wahlen in Duisburg.
Tagung des AK Wahlen zum Thema “Nebenwahlen” in Frankfurt
Neue Publikationen im Sammelband “Sozialforschung im Internet”
Faas, Thorsten/Sebastian Holler/Ansgar Wolsing. 2008. “Wenig Aufwand, viel Ertrag? Erfahrungen aus acht Online-Befragungen von Direktkandidaten bei Landtagswahlen”. In: Nikolaus Jackob/Harald Schoen/Thomas Zerback (Hg.). Sozialforschung im Internet: Methodologie und Praxis der Online-Befragung. Wiesbaden: VS-Verlag: 339–353.
Faas, Thorsten/Harald Schoen. 2008. “Fallen Gewichte ins Gewicht? Eine Analyse am Beispiel dreier Umfragen zur Bundestagswahl 2002?.In: Nikolaus Jackob/Harald Schoen/Thomas Zerback (Hg.). Sozialforschung im Internet: Methodologie und Praxis der Online-Befragung. Wiesbaden: VS-Verlag: 145–157.
Wolsing, Ansgar/Thorsten Faas. 2008. “Können offene Online-Umfragen dynamische Prozesse der Einstellungsentwicklung erfassen?”.In: Nikolaus Jackob/Harald Schoen/Thomas Zerback (Hg.). Sozialforschung im Internet: Methodologie und Praxis der Online-Befragung. Wiesbaden: VS-Verlag: 213–232.
Vortrag „Das Internet als Wahlkampfinstrument“
Im Rahmen des Seminars „Internetwahlkampf“ der Konrad-Adenauer-Stiftung (21.-23. Januar 2009) habe ich einen Vortrag zum Thema „Das Internet als Wahlkampfinstrument“ gehalten. Weitere Details zum Seminar gibt es hier.
GLES-Modul zu TV-Duellen
Die GLES umfasst insgesamt neun Module (siehe auch hier) – eines davon zu den bevorstehenden TV-Duellen im Vorfeld der Bundestagswahl 2009. Dieses Modul werde ich gemeinsam mit den Kollegen Frank Brettschneider (Uni Hohenheim), Jürgen Maier (Uni Kaiserslautern) und Michaela Maier (Uni Koblenz-Landau) verantworten. Wir werden im Rahmen dieses Moduls an die Arbeiten, die Jürgen Maier und ich zu den TV-Duellen 2002 sowie Jürgen Maier, Michaela Maier, Carsten Reinemann und Marcus Maurer zu den TV-Duellen 2005 durchgeführt haben, anknüpfen: Wir werden also Echtzeit-Messungen der Wahrnehmungen von TV-Duellen durchführen und so schauen können, auf welche Reize Zuschauer (und Zuhörer) bei TV-Duellen reagieren und welche Folgen damit verbunden sind. Stay tuned for information on this!
GLES
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat im Rahmen ihrer Langfristförderung die German Longitudinal Election Study GLES bewilligt. Hervorgegangen aus einer Initiative der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung (DGfW) wird dieses Projekt zunächst die Bundestagswahl 2009 und dann darüber hinaus auch die Bundestagswahlen 2013 und 2017 intensiv untersuchen. Antragsteller waren die Mitglieder des DGfW-Vorstandes Hans Rattinger, Sigrid Roßteutscher, Rüdiger Schmitt-Beck und Bernhard Weßels, entwickelt wurde das Projekt in intensiver Konsultation mit dem Präsidium der DGfW.
Hintergrund der Studie ist u.a. der Umstand, dass bei der Bundestagswahl 2005 Prozesse der Veränderung kulminierten, die den wahlpolitischen Prozess in Deutschland tiefgreifend verändert haben. Sie betreffen sowohl die Wähler, als auch die Parteien und ihre Kandidaten sowie deren Wahlkampfführung und nicht zuletzt die Massenmedien. Zusammen genommen haben sie zu einem beträchtlichen Anwachsen der Fluidität des elektoralen Prozesses mit potenziell weitreichenden Konsequenzen für die repräsentative Demokratie in Deutschland geführt. Mit Blick auf die Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 will die GLES untersuchen, wie die heutige mobile Wählerschaft auf die Herausforderungen dieser neuen, sehr komplexen Konstellation elektoraler Politik reagiert.
Als bislang ambitioniertestes Forschungsprogramm der deutschen Wahlforschung wird das Projekt eine umfassende, komplexe und integrierte Datenbasis generieren und analysieren. Es versteht sich als wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur hochqualitativer Programme sozialwissenschaftlicher Datenerhebung in Deutschland. Alle Daten werden als öffentliches Gut behandelt und interessierten Sozialwissenschaftlern unverzüglich zugänglich gemacht. Damit werden die Arbeitsmöglichkeiten der akademischen Wahlforschung in Deutschland auf eine völlig neue Grundlage gestellt. Vorstand und Präsidium der DGfW hoffen auf möglichst rasche, intensive und vielfältige Nutzung der durch das Projekt generierten Daten.
Genauere Informationen zur GLES finden Sie hier.

