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Alternative Messverfahren rechtspopulistischen Wählens

wwZum „Blauen Band“ zur Bundestagswahl 2013 haben wir einen Beitrag beigesteuert, in dem wir uns mit alternativen Messverfahren rechtspopulistischen Wählens (im Vergleich von Deutschland und Österreich) beschäftigen. Wahlen der jüngeren Vergangenheit, aber auch das Brexit-Referendum haben gezeigt, dass klassische Instrumente („Sonntagsfragen“) unter Umständen nicht optimal funktionieren. Vor diesem Hintergrund scheint es angebracht, nach Alternativen Ausschau zu halten. Unsere Ergebnisse zeigen, dass solche Alternativen vorhanden sind und vielsprechende Ergebnisse liefern!

David Johann, Kathrin Thomas, Thorsten Faas, Sebastian Fietkau: Alternative Messverfahren rechtspopulistischen Wählens im Vergleich: Empirische Erkenntnisse aus Deutschland und Österreich, in: Bernhard Weßels, Harald Schoen (Hrsg.): Wahlen und Wähler. Analysen aus Anlass der Bundestagswahl 2013, Wiesbaden: SpringerVS, 2016, S. 447–470.

AK Wahlen Jubiläumsband erschienen

9783658112752Der Arbeitskreis „Wahlen und politische Einstellungen“ der DVPW hat vor einiger Zeit sein 25-jähriges Jubiläum feiern können. Kürzlich ist nun der Sammelband zur Jubiläumstagung erschienen:
Sigrid Roßteutscher, Thorsten Faas, Ulrich Rosar (Hrsg.): Bürgerinnen und Bürger im Wandel der Zeit 25 Jahre Wahl- und Einstellungsforschung in Deutschland, Wiesbaden: SpringerVS, 2016.

Darin enthalten auch:
Thorsten Faas: Wahrnehmungen der Wirtschaftslage und die Zuschreibung von Verantwortung in Zeiten des Wandels: Ursachen und Folgen, in: Sigrid Roßteutscher, Thorsten Faas, Ulrich Rosar (Hrsg.): Bürgerinnen und Bürger im Wandel der Zeit 25 Jahre Wahl- und Einstellungs-forschung in Deutschland, Wiesbaden: SpringerVS, 2016, S. 149–177.

Abschlussbericht „Politische Kommunikation in Zeiten von Social Media“

bappInzwischen ist der Abschlussbericht zu unserem Projekt „Politische Kommunikation in Zeiten von Social Media“, das wir in Kooperation mit der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP) im vergangenen Jahr durchgeführt haben. Basierend auf einer mehrwelligen Panelbefragung haben wir 700 Menschen in Deutschland seit 2013 fünf Mal zu ihrem politischen Kommunikationsverhalten befragt. Der Abschlussbericht zeigt, dass neue Medien noch immer eine nachgeordnete Rolle spielen, wenn es darum geht, sich politisch zu informieren. Alles weitere im Bericht, der hier als PDF abgerufen werden kann.
Thorsten Faas, Benjamin C. Sack: Politische Kommunikation in Zeiten von Social Media, Bonn 2016.

Herzlich willkommen…

personal_02_faas_03… auf meiner persönlichen Website. Ich bin Professor für Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und präsentiere auf diesen Seiten einiges rund um Wahlen, Wahlkämpfe und Wahlstudien, analog wie digital, online wie offline.

Auf ein Neues: Demoskopie im Wahlkampf 2016

In den Landtagswahlkämpfen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gab es mehr Umfragen denn je. Sie haben ein immenses Maß an Dynamik dokumentiert, wie die folgenden Trendabbildungen für Rheinland-Pfalz zeigen:
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Über die Herausforderungen und den Stellenwert der Demoskopie gab es auch einige Diskussionen und Beiträge im Wahlkampf:

Nebenwahlen und TV-Duelle: Neue Publikation zur „Eurodebate“ 2014

Soeben ist ein Special Issue der Zeitschrift „Politics and Governance“ zum Thema „How Different Were the European Elections of 2014?“ erschienen, das hier eingesehen und – da Open Access – heruntergeladen werden kann. Darin enthalten ist auch ein Beitrag von Jürgen Maier, Berthold Rittberger und mir zum Thema „Debating Europe: Effects of the “Eurovision Debate” on EU Attitudes of Young German Voters and the Moderating Role Played by Political Involvement“.

Jürgen Maier, Berthold Rittberger, Thorsten Faas: Debating Europe: Effects of the “Eurovision Debate” on EU Attitudes of Young German Voters and the Moderating Role Played by Political Involvement, in: Politics and Governance, 4, 2016, S. 55–68.

Shopping in BaWü

Auch die Wahl in BaWü will kommentiert werden, auch mal beim Shopping. 😉

TV-Duell RLP: Klöckner, Dreyer und ein Testpublikum

Es war der Höhepunkt des laufenden Wahlkampfs in Rheinland-Pfalz – das einzige TV-Duell zwischen Malu Dreyer und Julia Klöckner vor der Landtagswahl am 13. März. Wir haben dieses Duell – in guter Tradition – mit einer Echtzeitmessung begleitet, erstmals in Kooperation mit dem SWR, der erste Zahlen gleich in der Analysesendung präsentieren wollte. Rund 70 Leute aus dem Raum Mainz hatten wir eingeladen, um das Duell vor Ort zu verfolgen und mittels Drehreglern zu bewerten.

Demoskopie im Wahlkampf

Nachdem kürzlich das Sonderheft der Zeitschrift für Parlamentsfragen zum Thema „Demoskopie“ erschienen ist, findet das Thema auch in den laufenden Wahlkämpfen vor den Landtagswahlen Beachtung. Ulrike Winkelmann hat für den Deutschlandfunk einen „Hintergrund“ zum Thema gemacht (hier lesen, hier hören). Umstritten ist derzeit auch, ob die häufigeren Umfragen vor den Landtagswahlen gut oder schlecht sind. Meine These: „Wahlforscher hält Umfragen-Häufung nicht für kritikwürdig“.

PS: Bald erscheint auch der Sammelband zum Thema zur 2014er Tagung „Demokratie und Demoskopie“.

www.wahlstudie.de gestartet – Umfrage zur Landtagswahl

Logo_Wahlstudie-2016Ab sofort ist die „Wahlstudie Rheinland-Pfalz 2016“ unter www.wahlstudie.de online. Die Befragung befasst sich mit aktuellen Fragen rund um die Landtagswahl – Flüchtlinge, Kandidatinnen, Wahlabsichten. Hervorgegangen ist das Projekt aus einem Projektseminar im MA „Empirische Demokratieforschung“ an der JGU. Wir freuen uns über viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Unter allen verlosen wir am Ende 20 Buchgutscheine à 20 Euro als Dankeschön!

Landtagswahl, SWR und Empirische Politikforschung

wahlbeiunsDer Südwestrundfunk und der Bereich „Empirische Politikforschung“ arbeiten im Vorfeld der Landtagswahl an verschiedenen Stellen zusammen:

– Für SWR1 habe ich gestern ein Interview gegeben, das hier abrufbar und nachlesbar ist. Weitere werden sicher folgen. 🙂
– Die „Politische Landkarte von Rheinland-Pfalz“ ist ein gemeinsames datenjournalistisches Projekt, in dessen Rahmen verschiedene sozialstrukturelle Daten rund um Rheinland-Pfalz mit früheren Wahlergebnissen in Verbindung gebracht werden. Die Landkarte ist hier einseh- und gestaltbar.
– Das TV-Duell zwischen Malu Dreyer und Julia Klöckner am 1. März 2016 werden wir ebenfalls forscherisch begleiten. Stay tuned! 🙂

Special Issue German Politics „E-Campaigning in Germany: A Net Revolution?“

Rechtzeitig zu Weihnachten ist Heft 4 der Zeitschrift „German Politics“ erschienen – als Sonderheft zum Thema „E-Campaigning in Germany: A Net Revolution?“. Die Beiträge befassen sich primär mit der Bundestagswahl 2009, liefern aber trotzdem spannende theoretische und empirischen Einblicke in das Potenzial neuer Medien für die politische Kommunikation. Im Heft auch ein Beitrag von Julia Partheymüller und mir:

Julia Partheymüller, Thorsten Faas: The Impact of Online versus Offline Campaign Information on Citizens’ Knowledge, Attitudes and Political Behaviour: Comparing the German Federal Elections of 2005 and 2009, in: German Politics, 24, 2015, S. 507–524.

Abschlussveranstaltung Politische Kommunikation in Zeiten von Social Media

tf_polkomAm 18.11. fand die Abschlussveranstaltung zum Forschungsprojekt „Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologien“ in der Landesvertretung der Freien Hansestadt Hamburg in Berlin statt, das wir in Kooperation mit der Bonner Akademie für Forschung und Lehrer praktischer Politik und YouGov durchgeführen. Zusammen mit Benjamin Sack habe ich dort zentrale Ergebnisse aus einer Längsschnittbefragung, die von Juli 2013 bis September 2015 in insgesamt fünf Wellen durchgeführt wurde, vorgestellt.

Auf großes Interesse stießen dabei vor allem Ergebnisse zur so genannten „Filterbubble“. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Freundeslisten bei Facebook-Nutzern zu einem großen Teil aus Personen zusammensetzen, die derselben Partei nahestehen wie die Nutzer selbst. Gerade bei Anhängern der „Alternative für Deutschland“ ist diese Tendenz besonders ausgeprägt. Nicht nur dieser Teil des Vortrags sorgte letztlich sogar dafür, dass der zur Veranstaltung angesetzte Hashtag #pksm15 kurzzeitig in Deutschland auf Twitter „trendete“.

Diese Erkenntnisse zur Filterbubble bildeten auch den Fokus in der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Christian Krell moderiert wurde und an der Alexander Schweitzer, Holger Geißler, Jasmin Siri und Thorsten Faas teilnahmen. Als zentrale Erkenntnisse zeigte sich hier die einsetzende Ernüchterung die sich bei der Hoffnung sozialer Medien als Katalysator für die politische Kommunikation in den letzten Jahren ergibt. So verwies Holger Geißler darauf, dass soziale Medien in erster Linie „social“ und nicht „political“ sein. Alexander Schweitzer macht aus eigener Erfahrung deutlich, dass die Filterbubble tatsächlich einer Tendenz unterliegen zu scheint, indem er zu angab, dass unter seinen Facebook-Freunden die SPD die „absolute Mehrheit“ ausmache.