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Friends and Foes

Jeder koaliert irgendwie mit jedem dieser Tage… aber wie gehen Wähler*innen eigentlich damit um? Woran orientieren sie sich? In einem neuen Beitrag gehen Holger Reinermann und ich gehen genau diesen Auswirkungen von Koalitionen auf die Wahrnehmung von Parteien und ihren Positionen (zueinander) nach. Dafür greifen wir auf Panelbefragungen in Baden-Württemberg zwischen 2011 bis 2016 (und damit dem Wechseln von Schwarz-gelb zu Grün-rot zu Grün-schwarz) zurück. Der Artikel ist Teil des neuen PVS-Sonderheft „Continuity and Change of Party Democracies in Europe„.

  • Holger Reinermann, Thorsten Faas: Friends and Foes: How Coalition Formats Shape Voters’ Perceptions of the Party System, in: Sebastian Bukow, Uwe Jun (Hrsg.): Continuity and Change of Party Democracies in Europe, Wiesbaden: Springer VS, 2020, S. 343–366.
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Phoenix-Runde: „Mehr Sozialismus wagen?“

Kürzlich durfte ich mal wieder in der Phoenix-Runde zu Gast sein. Wenige Wochen nach der Wahl des neuen SPD-Führungsduos ging es um den Zustand der SPD und der GroKo. Weitere Gäste waren die Publizistin Liane Bednarz, die Vorsitzende der bayrischen Jusos Anna Tanzer und Philipp Amthor (MdB CDU), Den Mitschnitt der kompletten Sendung gibt es hier.

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Wählen ab 16 – „Learning from Real Experiences Worldwide“

Ob man das Wahlalter absenken sollte oder nicht, ist eine offenkundig weltweit umstrittene Frage. Zumindest deuten die unterschiedlichen Praktiken darauf hin, die in Deutschland auch auf subnationaler Ebene zu beobachten sind: In manchen Ländern dürfen 16-Jährige (und 17-Jährige) bei Kommunal- und Landtagswahlen wählen, in anderen nur bei Kommunalwahlen, in anderen wiederum gar nicht. Auf diese Muster und ihre Folgen gehen Arndt Leininger und ich in unserem Beitrag zu Deutschland ein, der im Sammelband zu „Wählen mit 16“ von Jan Eichhorn und Johannes Bergh „Lowering the Voting Age to 16: Learning from Real Experiences Worldwide“ erschienen ist.

  • Arndt Leininger, Thorsten Faas: Votes at 16 in Germany: Examining Subnational Variation, in: Jan Eichhorn, Johannes Bergh (Hrsg.): Lowering the Voting Age to 16: Learning from Real Experiences Worldwide, Basingstoke: Palgrave, 2020, S. 143–166.
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Überblick über Duellforschung

Jürgen Maier und ich erforschen TV-Duelle in Deutschland, seit es sie gibt (ein großer Satz) – nämlich 2002. Nun haben wir in einem neuen Buch nicht nur unsere gesammelten Studien, sondern den Forschungsstand insgesamt aufbereitet. Wer sich also für diese „Wahlkämpfe im Miniaturformat“ interessiert, findet vielleicht dieses Buch hilfreich!

Jürgen Maier, Thorsten Faas: TV-Duelle, Wiesbaden: SpringerVS, 2019.

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Wahlrechtsforum zu Parité und Paritégesetzen

Am 11. Dezember 2019 konnte ich an einem Wahlrechtsforum unter dem Titel „Wahlrecht und Parité“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg teilnehmen, dass der Kollege Winfried Kluth federführend organisiert hat. Hintergrund: In Sachsen-Anhalt haben sich die Koalitionspartner im Jahr 2016 darauf verständigt, verfassungskonformes Parité-Gesetz zu prüfen. Ich durfte dort eine politikwissenschaftliche Perspektive einbringen [ein paar Ergebnisse meines Vortrags habe ich später hier vertwittert]. Ein ausführlicher Bericht zur Tagung ist auch hier zu finden.

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Zwischen Fake und Fakten – so war die Debatte Dahlem

Bei der zweiten Ausgabe der „Debatte Dahlem“ stand die Debattenkultur im Netz im Mittelpunkt. Dazu diskutierte Medienjournalist Jörg Wagner mit Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur des Tagesspiegels, sowie Politikwissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Faas von der Freien Universität Berlin.

Auch wenn alle Podiumsgäste schon Erfahrungen mit falschen Behauptungen im Netz gemacht haben, bestand keineswegs Einigkeit darüber, wie einzigartig die Gefahr ist, die aktuell von Fake News ausgeht und wie besorgt man darüber sein sollte. Die Panelisten diskutierten unter anderem auch die Dringlichkeit, mit der zu einer umfassenden und zeitgemäßen Bildung die Fähigkeit gehört, Falschmeldungen im Internet zu erkennen und Quellen zu hinterfragen. Wie schon in der ersten Auflage der Debatte Dahlem, war auch dieses Mal das Publikum an der Diskussion beteiligt. Hier wurde der Fokus noch einmal auf die Herausforderung durch Akteure gelenkt, die ganz bewusst ihre eigenen Nachrichten mit ihren eigenen Medienformaten produzieren und sich so der Kontrolle von journalistischen Standards entziehen.

Die ganze Debatte gibt es hier als Live-Mitschnitt.

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Populismus-Beitrag jetzt auch in Print!

Als Online-First war der Beitrag „Between Thin- and Host-Ideologies: How Populist Attitudes Interact with Policy Preferences in Shaping Voting Behaviour“ von Nicole Loew und mir schon länger verfügbar. Jetzt ist er auch für die Freunde des gepflegten gedruckten Hefts verfügbar und zwar als Teil des Special Issues „Minding the gap? Political Representation of Populist Parties“ der Zeitschrift „Representation“.

  • Nicole Loew, Thorsten Faas: Between Thin- and Host-ideologies: How Populist Attitudes Interact with Policy Preferences in Shaping Voting Behaviour, in: Representation, 55, 2019, S. 493–511.
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DLF-Interview: Wahl der neuen SPD-Führung

Zur Mitgliederabstimmung und der Wahl der neuen SPD-Führung hat Thorsten Faas dem Deutschlandfunk ein Interview gegeben. Darin thematisiert er, was das Ergebnis des Mitgliedervotums bedeutet und vor welchen Herausforderungen die Partei nun steht.

Das ganze Interview kann hier nachgehört werden.

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„Das große Zittern“ in der Phoenix-Runde

„Das große Zittern – Verlässt die SPD die GroKo?“ war am gestrigen Dienstag das Thema der Phoenix-Runde, an der ich neben dem früheren Berater von Peer Steinbrück, Hans Roland Fäßler, der bayrischen Juso-Vorsitzenden Anna Tanzer und dem stellvertretenden BILD-Chefredakteur Paul Ronzheimer teilnehmen durfte. Zum Nachschauen gibt es die Runde hier.

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Demokratie um 12: Parität in den Parlamenten

Bei der siebten Ausgabe von Demokratie um 12 diskutierte Thorsten Faas mit Christine Jacob, Botschaftsrätin für Sozialpolitik der Französischen Botschaft, Cansel Kiziltepe, MdB und Mitgründerin des Berliner Netzwerks Parität sowie Prof. Dr. Silke Ruth Laskowksi, Professorin für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht an der Universität Kassel über das Thema „(Un)Gleiche Teilhabe und Repräsentation: Ein Paritätsgesetz für Deutschland?“.

Bereits in ihrem Grußwort verwies Staatssekretärin Heike Raab, Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa für Medien und Digitales, auf die immer noch unterschiedlichen Standards, die im politischen Alltagsgeschäft für Frauen und Männer gelten. Dies konnte auch Cansel Kiziltepe aus eigener Erfahrung bestätigen. Sie wies mit Nachdruck darauf hin, dass mit dem Brandenburger Paritätsgesetz erst ein kleiner Schritt gemacht sei. Auch da das dortige Gesetz aktuell noch auf dem Prüfstand vor dem Landesverfassungsgericht stehe, machte sie deutlich, dass es mit Blick auf Berlin und die Bundesebene eben nicht nur um juristische Machbarkeit gehen dürfe. Vielmehr sei es eine Frage des politischen Gestaltungswillens, wie die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zukünftig politische Realität werden könne.

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GSA in USA

Bei der jährlich stattfindenden Konferenz der German Studies Association habe ich einen Vortag mit dem Titel „Voting Age 16—Who Cares? The Effect of Eligibility on Political Interest and Knowledge of Adolescents” gehalten. Der Vortrag basiert auf einem Papier, in dem wir – Arndt Leininger (Freie Universität Berlin), Sigrid Roßteutscher (Goethe Universität Frankfurt) und Armin Schäfer (Universität Münster) und ich – die Auswirkungen der erstmaligen Wahlberechtigung auf die politische Sozialisation von Heranwachsenden untersuchen. More to come!

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„Jugendwahlstudie 2019“ zu den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg

Im Rahmen der Jugendwahlstudie 2019 führen Arndt Leininger und ich gerade an der Freien Universität Berlin eine Online-Befragung junger Menschen zu den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg durch. Darüber, wie junge Menschen heute zu Wahlen und Wählen stehen, ist nämlich bisher noch wenig bekannt. Hier setzt unsere Studie an, die 15- bis 25-Jährige in verschiedenen Gemeinden in Brandenburg und Sachsen genau dazu befragt. Uns interessieren vor allem junge Menschen, weil bei der Landtagswahl in Brandenburg auch 16- und 17-Jährige wählen durften, während in Sachsen das Mindestwahlalter bei 18 Jahren lag. Daraus ergibt sich die besondere Gelegenheit, in zwei unmittelbar benachbarten Bundesländern die politischen Einstellungen wahlberechtigter 16- und 17-Jähriger in Brandenburg mit denen nicht-wahlberechtigter gleichaltriger Jugendlicher in Sachsen zu vergleichen. Das Projekt soll somit einen wissenschaftlichen, aber auch politisch-praktisch relevanten Beitrag zum besseren Verständnis der Voraussetzungen und Folgen von Wahlaltersreduktionen leisten. Das Projekt wird gefördert durch die Otto Brenner Stiftung. Im Sinne einer Jugendwahlstudie soll das Projekt zudem dazu beitragen, junge Menschen stärker in den Fokus der Wahlforschung, aber auch von Politik und Medien zu rücken. Die Ergebnisse der Studie werden in einem Arbeitsheft der Otto-Brenner-Stiftung im Frühjahr 2020 publiziert werden.

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Unter 3 – der Phoenix-Politik-Podcast

Erhard Scherfer und ich haben heute die erste „Sendung“ von „Unter3“, dem Phoenix-Politik-Podcast. Zu Gast war Katrin Göring-Eckardt. Themen waren vor allem die Chancenlosigkeit von Borussia Dortmund auch in dieser Saison, außerdem natürlich die #ltwbb und #ltwsn sowie das Procedere der SPD auf der Suche nach einem Vorsitz. Bisschen akademische Wahlforschung (ua von Kai Arzheimer) ist auch eingeflossen. Die Zahl der Woche war 17 (ja, 17). Ab sofort gibts uns grundsätzlich (!) 14-tägig, nächstes Mal also in zwei Wochen. Und abrufbar ist das Ganze bei iTunes (schon jetzt), spotify (schon bald) und immer auf der PHOENIX Homepage.

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Ostwahlen

Eine exponentiell ansteigende Zahl von Anfragen von Journalistinnen und Journalisten deutet darauf hin: Es müssen irgendwo Wahlen sein. Kurze Recherche zeigt: Am 1. September wird in Brandenburg und Sachsen gewählt. Und das will natürlich eingeordnet werden.

Ein sehr spannendes Projekt hat der mdr gemacht, nämlich paarweise Tiefeninterviews in Freiberg (hier wählt man fast immer so wie im Land Sachsen insgesamt) von infratest dimap durchführen lassen. Die ganze Sendung kann man sich hier anschauen: https://www.mdr.de/nachrichten/politik/regional/wahlextra-so-denkt-sachsen-100.html

Meinen bescheidenen Beitrag zu dieser Sendung gibt es hier:
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/regional/wahlextra-interview-wahlforscher-thorsten-faas100.html

Außerdem haben sich u.a. der Tagesspiegel ( https://www.tagesspiegel.de/politik/der-vorteil-der-amtsinhaber-so-punkten-kretschmer-und-woidke-vor-den-landtagswahlen/24936588.html ) und der BR ( https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/was-fuer-die-cdu-in-sachsen-auf-dem-spiel-steht,RaABNPI ) interessiert. More to come, v.a. auch am Wahlabend und the day after.