Auch bei der Bundestagswahl 2013 war das TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU/CSU) und ihrem Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) das wichtigste Wahlkampfereignis. Mit Hilfe von Experimental- und Real-Time-Response-Daten zeigen wir in diesem Beitrag, dass insbesondere Steinbrück von dem TV-Duell profitieren konnte. Aus Sicht der Zuschauer konnte er nicht nur – entgegen aller Erwartungen – die Debatte für sich entscheiden, sondern auch sein Image verbessern. Demgegenüber haben sich die Einstellungen zu Merkel verschlechtert, so dass per Saldo Steinbrück seinen Rückstand auf die Kanzlerin verkürzen (wenn auch keineswegs gänzlich wettmachen) konnte. Dieser für Steinbrück positive Effekt lässt sich auch noch einige Tage nach dem Duell nachweisen. Die Ergebnisse für das TV-Duell 2013 decken sich mit Befunden zu früheren Fernsehdebatten und belegen, dass solche Live-Diskussionen erhebliche Effekte auf die politischen Einstellungen und Verhaltensabsichten von Rezipienten haben können.
Jürgen Maier, Thorsten Faas, Michaela Maier: Aufgeholt, aber nicht aufgeschlossen: Ausgewählte Befunde zur Wahrnehmung und Wirkung des TV-Duells 2013 zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 45, 2014, S. 38–54.
Nunmehr stellt auch das soziale Online-Netzwerk Facebook eine ernstzunehmende Quelle politischer Information dar. Doch über welche Mechanismen kommen die Nutzer des sozialen Online-Netzwerkes mit politischen Informationen in Kontakt? Kann Facebook einen Beitrag dazu leisten, bestehende Partizipationsklüfte zu verringern? Antworten auf diese Fragen sind vor allem im deutschen Kontext rar. In unserem jüngst erschienenen Beitrag analysieren wir deshalb aktuelle Daten, um ein Antworten auf diese Fragen für den deutschen Kontext zu finden.
„Wahlen und politische Einstellungen“ erschienen, herausgegeben von Kai Arzheimer, Sigrid Roßteutscher, Bernhard Weßels und mir: Thorsten Faas, Kai Arzheimer, Sigrid Roßteutscher, Bernhard Weßels (Hrsg.): Koalitionen, Kandidaten, Kommunikation: Analysen zur Bundestagswahl 2009, Wiesbaden: SpringerVS 2013.
Bezieht man die turbulente Phase vor der Landtagswahl 2011 noch mit ein, so lohnt zweifelsohne ein Blick auf die längerfristigen Entwicklungen, die es in Baden-Württemberg (vielleicht?) gegeben hat. Die Heinrich-Böll-Stiftung hat nun einen Band herausgegeben, der sich dem Ländle aus der Perspektive der Bürgerbeteiligung nähert: Experiment Bürgerbeteiligung: Der Fall Baden-Württemberg. Die Broschüre insgesamt steht 


