Holgi von Übermedien hat angerufen u wir haben über Umfragen gesprochen: „Reden wir nach der Wahl wieder darüber, wie daneben all die Umfragen waren?“
Hörst Du hier.
Interview auf mitmischen.de: „Wahlkampf ist immer Zuspitzung“
Parteien spielen „Reise nach Jerusalem“
Ganz wichtig in Interviews – griffig Metaphern, also:
Parteien spielen „Reise nach Jerusalem“
https://www.n-tv.de/politik/Parteien-spielen-Reise-nach-Jerusalem-article22736314.html
Besser wirds nicht mehr!

Vielen Dank an die Wahlrecht.de-Crew! 🙂
Policy Brief IV: Mediennutzung in der Pandemie
Um die jeweils geltenden Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie einhalten zu können, müssen sie den Menschen bekannt sein. Zugleich muss in einer Demokratie auch gewährleistet werden, dass über bestehende Regeln diskutiert und gestritten werden darf. Dass grundlegende Informationen rund um die Pandemie sie aber erreichen, kann keinesfalls vorausgesetzt werden, sondern hängt vielmehr von der Informationslandschaft und vor allem von der Art und Weise der Mediennutzung durch Bürger*innen ab. Mit diesem Policy Brief gehen wir der Frage nach, wer in Deutschland welche Medien nutzt, um sich über die Pandemie zu informieren. Unsere Befunde basieren dabei auf repräsentativen Bevölkerungsdaten, die wir im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojekts RAPID-COVID im März 2021 erhoben haben. Dabei zeigt sich, dass nationale öffentlich-rechtliche Sender von rund drei Viertel der Befragten genutzt werden; auch regionale öffentlich-rechtliche Sender, private Rundfunkanbieter sowie Lokal- und Regionalzeitungen werden breit genutzt. Dagegen werden Medien, die sich als Alternative zum Mainstream verstehen, kaum genutzt. Was Hintergründe betrifft, so greifen Anhänger*innen der AfD deutlich seltener auf nationale öffentlich-rechtliche Fernseh- und Radiosender zu, dafür aber häufiger als Sympathisant*innen anderer Parteien auf Medien, die sich als Alternative zum Mainstream verstehen.
Politikwissenschaftler Thorsten Faas erklärt im Tagesspiegel-Interview, wie sich soziale Medien auf die Bundestagswahl auswirken.
Hier:
https://www.tagesspiegel.de/politik/sie-spielen-eine-rolle-aber-keine-dominante-5401807.html
Demokratie um 12: „Digitale Demokratie“
Demokratie um 12 legt in dieser Ausgabe den Fokus auf die aktuellen Herausforderungen eines Wahljahres in Pandemiezeiten.
Aktuelle Erfahrungen mit digitalen Parteitagen oder Landtagswahlen unter Pandemiebedingungen beeinflussen den politischen Diskurs. Welche Auswirkungen hat das auf die Wahlentscheidungen? Mit unseren Gästen diskutierten wir einige Fragestellungen zum Thema.
Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus dem Digitalisierungsschub für die Demokratie? Können digitale Beteiligungsformate dazu führen, dass in der Pandemie wieder mehr Menschen direkt an politischen Prozessen teilhaben? Was bleibt auf der Strecke, wenn der politische Diskurs vorwiegend auf digitalen Kanälen stattfindet?
Unter dem Titel „Digitale Demokratie: Parteien und Politische Kommunikation in der Pandemie“ diskutierten wir mit folgenden Gästen über die Gestaltungsmöglichkeiten und Herausforderungen:
Prof. Dr. Thorsten Faas, Professor für Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland, Freie Universität Berlin,
Dr. Anna-Katharina Meßmer, Stiftung Neue Verantwortung,
Frank Stauss, Geschäftsführender Gesellschafter der Agentur Richel, Stauss.
Begrüßung: Staatssekretärin Heike Raab, Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europa
Moderation: Shelly Kupferberg
Die Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie hier.
RAPID-COVID Policy Brief: Pandemie und Polarisierung
Meinungsverschiedenheiten sind wichtig für eine lebendige Demokratie, doch wenn sich zwei Lager unversöhnlich gegenüberstehen, wird es schwer, Debatten zu führen und Kompromisse zu finden. Hat die Pandemie Deutschland gespalten? In einer repräsentativen Längsschnittbefragung untersuchen wir, wie Befürworter*innen und Gegner*innen der Corona-Maßnahmen wahrgenommen werden und wie sich beide Gruppen gegenüberstehen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Befürworter*innen insgesamt sehr positiv wahrgenommen werden, Gegner*innen dagegen sehr negativ. Dieses Muster spiegelt eine mehrheitliche Unterstützung der Maßnahmen in der Bevölkerung wider und findet sich auch über verschiedene soziodemografische Gruppen hinweg. Einzig Wähler*innen der AfD stehen Befürworter*innen wie Gegner*innen im Mittel eher neutral gegenüber. Zudem finden wir eine hohe affektive Polarisierung zwischen beiden Gruppen: Sowohl Befürworter*innen als auch Gegner*innen nehmen ihre eigene Gruppe deutlich positiver als die jeweils andere wahr. Dies ist besonders ausgeprägt bei Befürworter*innen, die andere Befürworter*innen sehr positiv, Gegner*innen dagegen sehr negativ bewerten. Das Muster ist bei Gegner*innen weniger eindeutig.
Wie immer gilt: PDF hier, Twitter-Thread hier.
#unter3 mit Außenminister Heiko Maas
Diese Woche war Heiko Maas, seit 2018 Bundesminister des Auswärtigen, bei „unter 3“, dem phoenix- Politik-Podcast, von Erhard Scherfer u mir zu Gast.
Bester Satz darin übrigens:
„2017 ist der @spdde der Sprung in die Opposition nicht gelungen“.
Nachlese zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt
Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt durfte ich an der einen oder anderen Stelle das eine oder andere sagen, rund um Wahlergebnissen, Koalitionen und Wahlumfragen…
Hier geht’s zu den Beiträgen:
phoenix – Wahl Sachsen-Anhalt: Prof. Thorsten Faas zur bundespolitische Bedeutung am 06.06.21
N-TV – Baerbock schönt Lebenslauf – Für die Grünen gibt’s was „auf den Helm“
Handelsblatt – Die Machtfrage in der Union ist geklärt, fehlt nur noch das Programm
„Wählen mit 16“ – Beitrag in „Parlamentarische Demokratie heute und morgen“
Welchen Herausforderungen müssen sich moderne Parlamente stellen, was können und was sollen sie leisten? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Band „Parlamentarische Demokratie heute und morgen“, den der Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz jüngst herausgegeben hat und in dem sich Beiträge von u.a. von Wolfgang Schäuble, Frank Decker, Martin Emmer, Mirko Drotschmann, Marina Weisband, Renate Künast, Malu Dreyer und Jean Asselborn. Auch wir sind mit einem Beitrag vertreten, und zwar zum Thema „Wählen mit 16“. Thorsten Faas, Anton Könneke und Arndt Leininger präsentieren Ergebnisse aus der Jugendwahlstudie 2019, insbesondere mit Blick auf die Wahlbeteiligung, das politische Interesse und das Wissen junger Menschen.
Mehr Infos hier.
Policy Brief, der Zweite: Wahrnehmung des Corona-Managements der Regierung
Die Eindämmung der Corona-Pandemie stellt Politik und insbesondere Regierungen vor immense Herausforderungen. Wie zufrieden ist die deutsche Bevölkerung mit dem Krisenmanagement unter dem Eindruck massiver Einschnitte in das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben? In unserer repräsentativen Längsschnittbefragung stellt die Bevölkerung den politischen Akteuren kein gutes Zeugnis aus. Fast die Hälfte der Befragten sind im März 2021 unzufrieden mit dem Krisenmanagement und ein Fünftel sogar „total unzufrieden“. Ein Blick in verschiedene Bevölkerungsgruppen zeigt, dass gerade Wähler*innen der AfD, der FDP und der Linken unzufrieden sind, während Wähler*innen von CDU/CSU das Krisenmanagement positiver sehen. Auch Befragte ohne Fachhochschulreife und Menschen aus den neuen Bundesländern bewerteten das Handeln der Politik weniger positiv. Zudem nahm die Zufriedenheit von Dezember 2020 zu März 2021 deutlich ab – gerade bei älteren Befragten. Insgesamt zeigt sich, dass die Ablehnung der Maßnahmen zur Eindämmung häufig mit Unzufriedenheit einhergehen, aber Unterstützer*innen der Maßnahmen nicht unbedingt zufriedener mit dem Krisenmanagement der Regierung sind.
Policy Brief als PDF oder als Twitter Thread. 🙂
Neue Reihe: RAPID-COVID Policy Briefs
Mit einer dreiwelligen Panelbefragung begleiten wir im Rahmen des Projekts RAPID-COVID die Corona-Pandemie. Das Projekt ist an der Schnittstelle von politischer Kommunikation, politischer Psychologie und politischer Kulturforschung angesiedelt. Im Rahmen des Projekts verknüpfen wir Forschung zu Mediennutzung, Kampagneneffekten, Populismus und Protest, um zu verstehen, wie Menschen die Pandemie und den politischen Umgang damit wahrnehmen und bewerten. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Im Dezember 2020 und im März 2021 haben wir die ersten beiden Wellen der Datenerhebung abgeschlossen.
Ergebnisse aus dem Projekt werden wir ab sofort regelmäßig in einzelnen Policy Briefs veröffentlichen. Im ersten Brief dieser Art widmen wir uns der Frage, wer eigentlich die Corona-Maßnahmen unterstützt. Die beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind ein Fokuspunkt der vielschichtigen Debatte: infektiologisch notwendig, politisch durchaus umstritten und für Individuen und Gesellschaft sehr belastend. In einer Demokratie müssen politische Maßnahmen von einer Mehrheit getragen werden, sonst verlieren sie Akzeptanz und Legitimität. Ob die Maßnahmen aber unterstützt werden, ist in der jüngeren Vergangenheit in Zweifel gezogen worden. Für beide Zeitpunkte – Dezember 2020 und März 2021 – finden wir eine breite Zustimmung in der Bevölkerung, auch wenn im Zeitverlauf ein rückläufiger Trend erkennbar ist. Die Differenzierung in verschiedene Subgruppen zeigt Unterschiede zwischen Altersgruppen, vor allem aber zwischen den Wähler*innen verschiedener Parteien. Im Zeitverlauf zeigt sich vor allem bei älteren Befragten sowie bei Anhänger*innen von SPD oder FDP ein überdurchschnittlich starker Rückgang in der Unterstützung.
Den ganzen Brief gibt es hier.
Und einen Twitter-Thread hier. 🙂
Kanzlerkandidat:innen bei #unter3
Erhard Scherfer und ich hatten bei @phoenix_de #unter3 schon das Vergnügen, mit beiden bislang bekannten Kanzler:innenkandidat:innen zu sprechen, hört Ihr hier:
Scholz, Laschet, Habeck – Experimentelle Studie
Aiko Wagner und ich haben mit famoser Unterstützung von Anton Könneke Anfang d Jahres eine experimentelle Studie zur Frage der Kanzlerkandidat*innenfrage 2021 gemacht. Rund 3.000 Menschen haben an unserer nicht repräsentativen, experimentellen Studie mitgemacht … und hier gibts den Twitter-Thread mit den Ergebnissen dazu. 🙂
FAZ-Interview über Umfragen
„Pandemiebonus weg“: Im Interview mit Timo Steppat habe ich versucht zu erklären, wie sinkende Umfragen den Abwärtstrend der Union verstärken könnten – und wieso es wenig Daten über die Gründe für den Absturz gibt. Liest Du hier.
Kanzleramtsminister Helge Braun bei #unter3
#unter3 mit @ErhardScherfer, Kanzleramtschef Helge Braun @HBraun and myself. Alles weitere hier:
https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/unter-3/dr-helge-braun-im-phoenix-politik-podcast-a-2098755.html
Reliabilitätstest aus Anlass der Landtagwahlen
… und nach den Landtagswahlen
… war noch mehr los:
radioeins vom rbb:
https://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/_/landtagswahlen.html
SWR2 Forum:
Tagesschau (live aus dem Wohnzimmer…)