Publikationen

PVS-Sonderheft 50: Politische Psychologie

„Die Politische Psychologie verspricht, die Erklärung politischer Phänomene auf diversen Gebieten zu verbessern. Dies gilt für die Forschung zu politischen Eliten ebenso wie zu mass politics, wie jüngere Entwicklungen in der internationalen scientific community belegen. Auch in Deutschland zeigen sich erste Entwicklungen in diese Richtung, allerdings ist noch ein erheblicher unausgeschöpfter Wissens- und Erkenntnistransfer sowohl zwischen den politikwissenschaftlichen Teildisziplinen als auch zwischen den Fachdisziplinen der Politikwissenschaft und der Psychologie zu konstatieren. Mit seinem Fokus auf dem Querschnittsthema ‚Politische Psychologie‘ soll das Sonderheft dazu beitragen, diese Perspektive in der deutschen Fachdiskussion weiter zu verankern und bestehende Lücken zu schließen“ – so hatten wir als Herausgeber das Ziel für das PVS-Sonderheft „Politische Psychologie“ in unserem Call for Papers im Juli 2013 formuliert.

Die Resonanz damals war überwältigend – insgesamt haben uns über 100 Vorschläge für das Sonderheft aus allen Teilen der Politikwissenschaft erreicht. Nach einem internen und externen Review-Prozess und einer Autorentagung im September 2014 in Mainz ist der Band nun mit insgesamt 21 Beiträgen erschienen. Das Inhaltsverzeichnis kann hier beim Nomos-Verlag eingesehen werden, hier kann das Buch bestellt werden.

Dieser Band wäre ohne die Unterstützung zahlreicher Personen und Institutionen nicht möglich gewesen: Dank gilt Vorstand und Beirat der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), die unseren Vorschlag für dieses Sonderheft ausgewählt haben. Die Autorentagung im Herbst 2014 wäre ohne die Unterstützung der DVPW und vor allem der Fritz Thyssen Stiftung nicht möglich gewesen. Vielen Dank Ihnen!

Thorsten Faas, Cornelia Frank, Harald Schoen (Hrsg.): Politische Psychologie: Ein interdisziplinäres Forschungsparadigma zur Erklärung politischer Phänomene (PVS Sonderheft 50), Baden-Baden: Nomos, 2015.

Publikationen

Raabisierung von Wahlkämpfen? Neue Publikation!

Gerade noch rechtzeitig vor dem TV-Abschied von Stefan Raab ist eine neue Publikation erschienen, in der ich der Rolle von Stefan Raab im TV-Duell 2013 nachgegangen bin. Mein Fazit am Ende:

„Letztlich kann die Idee, dem TV-Duell mit Stefan Raab zusätzliche Attraktivität zu verleihen, als Erfolg verbucht werden. Mit seinem Auftritt im Duell konnte Raab dabei auch zeigen, dass zwischen Klasse und Masse, zwischen Qualität und Reichweite nicht zwingend ein Gegensatz bestehen muss. Sicherlich wird eine „Raabisierung“ von Wahlkämpfen kein Allheilmittel sein, um der skizzierten Tendenz in Wahlkämpfen zu begegnen, aber eine sinnvolle und effektive Maßnahme ist in solchen Unterfangen ohne Zweifel zu sehen.“

Man darf gespannt sein, ob jemand und ggf. wer diese Rolle 2017 einnehmen wird!

Thorsten Faas: Raabisierung von Wahlkämpfen in Zeiten rückläufiger Wahlbeteiligung? Ein Blick auf das Fernsehduell 2013, in: Ursula Münch, Heinrich Oberreuter (Hrsg.): Die neue Offenheit. Wahlverhalten und Regierungsoptionen im Kontext der Bundestagswahl 2013, Frankfurt a.M.: Campus, S. 287–308.

Medien

Rheinland-Pfalz vor der Landtagswahl: PoliTrend verspricht Spannung

Am 13. März 2016 wird in Rheinland-Pfalz gewählt – und die neuesten Zahlen versprechen Spannung: Der neue PoliTrend des SWR sieht fünf Parteien im nächsten Landtag, aber weder eine Mehrheit für Rot-Grün noch Schwarz-Gelb. Einige Einschätzungen dazu gibt es – je nach persönlicher Medienpräferenz – hier:

Publikationen

Economic Voting im Kontext der Fernsehdebatte 2013 – neue Publikation

In einer neuen Publikation gehen Jürgen Maier und ich der Frage nach, ob und wie sich das Fernsehduell 2013 zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück auf ein mögliches „Economic Voting“ ausgewirkt hat – was tatsächlich auch der Fall gewesen ist. So hat es etwa dazu geführt, dass die wahrgenommene Verantwortung der Regierung für die eigene wirtschaftlichen Lage in stärkerem Maße davon abhing, wie diese Lage selbst bewertet wurde – gerade bei den Regierungsanhängern. Wenn sie ihre Lage als gut einschätzten, wirkte sich dies nach dem Duell stärker zugunsten der Kanzlerin aus als zuvor. An dieser Stelle also war die Kanzlerin durchaus erfolgreich. Zudem führte das Duell zu einer Normalisierung: Während nämlich vor dem Duell noch einige Effekte und Muster zu beobachten waren, die nicht im Einklang mit den theoretischen Erwartungen standen (so war etwa kein direkter Effekt der Wahrnehmung der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Regierungszufriedenheit zu beobachten), so entsprach das Muster nach der Debatte deutlicher den Erwartungen. Das Duell als Großereignis hat offenkundig dazu geführt, diese Muster zu etablieren – was insgesamt zeigt, dass auch economic voting nichts „Natürliches“ ist, sondern konstruiert und etabliert werden muss, gerade auch im Umfeld von TV-Duellen.

Thorsten Faas, Jürgen Maier: Wahrnehmungen der Wirtschaftslage, Zuschreibungen von Verantwortung und die Auswirkungen auf das Wahlverhalten im Kontext der Fernsehdebatte Merkel-Steinbrück 2013, in: Heiko Giebler, Aiko Wagner (Hrsg.): Wirtschaft, Krise und Wahlverhalten, Baden-Baden: Nomos, S. 237–266.

Vorträge

Vorträge beim AK Wahlen

Die diesjährige Jahrestagung des DVPW-Arbeitskreises „Wahlen und politische Einstellungen“ in Düsseldorf war dem Thema „Nichtwahl und non-elektorale Formen politischer Partizipation im Spiegel der Wahl- und Einstellungsforschung“ gewidmet. Der Bereich „Empirische Politikforschung“ war dabei gut vertreten, u.a. mit folgenden beiden Vorträgen:

Christina Eder, Thorsten Faas: Gegen den Bahnhof = für grün-rot? Eine Analyse des Abstimmungsverhaltens beim Volksentscheid zu Stuttgart 21 in Baden-Württemberg 2011
Daniela Hohmann, Thorsten Faas: Ein altes Wahlkampfinstrument im neuen Glanz: Welchen Beitrag können Haustürbesuche zur Mobilisierung von Wählern leisten? Analysen aus einem Feldexperiment im Kontext der Mainzer Kommunalwahl 2014

Allgemein

Gastvortrag in meiner Statistik-Vorlesung: Die politische Funktion der amtlichen Statistik im Wandel

Am 09.06. ist Eckart Hohmann – ehemaliger Präsident des Hessischen Statistischen Landesamtes – zu Gast in meiner Statistik-Vorlesung. Er wird über das überaus aktuelle Thema:

“Die politische Funktion der amtlichen Statistik im Wandel – von der retrospektiven Dokumentation zur Steuerung politischer Interventionen”.

sprechen. Die Vorlesung findet – wie immer – im Raum 00 212 S 1 Sport statt und beginnt um 18:00 Uhr. Die Veranstaltung ist öffentlich – alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Allgemein

Ergebnisse des Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg vorgestellt

In einem gemeinsamen Projekt der Universitäten Mannheim, Tübingen, Stuttgart und Freiburg wurde in den vergangenen beiden Jahren die Demokratie in Baden-Württemberg vermessen. Das Demokratie-Monitoring hatte die BW-Stiftung finanziert. Der Mannheimer Part bestand in der Konzeption und Auswertung einer repräsentativ angelegten Befragung der Menschen in Baden-Württemberg. Nun liegen seit kurzem die Ergebnisse vor, über die u.a. der SWR und die Südwest Presse berichteten.

Die Ergebnisse sind zudem auch bei Springer in Buchform erschienen:
Baden-Württemberg Stiftung (Hrsg.): Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg 2013/2014, Wiesbaden: Springer VS 2015

Der Mannheimer Part:
Sarah Perry, Jan W. van Deth, Rüdiger Schmitt-Beck, Thorsten Faas: Bürger und Demokratie in Baden-Württemberg, in: Baden-Württemberg Stiftung (Hrsg.): Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg 2013/2014, Wiesbaden: Springer VS 2015, S. 37–150.

Allgemein

Begleitforschung zum Transparenzgesetz

Rheinland-Pfalz soll ein Transparenzgesetz bekommen; im Vorfeld dazu hat es ein umfassendes Beteiligungsverfahren gegeben. Am 11. Mai fand in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz die Abschlussveranstaltung zu diesem Beteiligungsverfahren statt. Ein kurzes Video dazu gibt es hier; dem SWR habe ich hier ein Interview dazu gegeben. Die ersten Ergebnisse unserer Begleitforschung zeigen, dass das Beteiligungsverfahren insgesamt auf große Zustimmung gestoßen ist, die Bürgerinnen und Bürger nun aber auch erwarten, dass ihre Vorschläge ernsthaft diskutiert und verarbeitet werden.

Publikationen

M.Beep – Neue Working Paper Series

Seit April 2015 gibt der Bereich „Empirische Politikforschung“ die Working Paper Reihe „Mainzer Beiträge zur empirischen Politikforschung (M.BeeP)“ heraus, um auf diesem Wege aktuelle Ergebnisse unserer Forschung aus der Wahl- und Einstellungsforschung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Der erste Beitrag von Daniela Hohmann und mir geht mit feldexperimentellen Methoden der Frage nach, ob Mobilisierungsmaßnahmen bei Kommunalwahlen, wie Haustürbesuche oder das Verteilen von Flyern, positive Effekte auf die Wahlbeteiligung haben. Dieser und zukünftige Beiträge können auf der Webseite der M.BeeP abgerufen werden.

Publikationen

Neue Publikation über die S21-Abstimmung und die Informationsbroschüre

In einer neuen Publikation, die in Kürze in Electoral Studies erscheint, wird die Informationslandschaft vor der Volksabstimmung zu Stuttgart21 und ihre Bedeutung für das Informationsniveau der Bürgerinnen und Bürger analysiert. Die Ergebnisse zeigen dabei, dass die “Abstimmungsbroschüre”, die damals seitens der Landesregierung an alle Haushalte verteilt wurde und in der die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente aufgeführt waren, das wichtigste Element darin waren: Sie hatte am Ende die höchste Reichweite, wurde breit (und in allen Bevölkerungskreisen) rezipiert und verbesserte so den Informationsstand der Bevölkerung erheblich. Deutlich wir damit, dass der Staat selbst eine wichtige Funktion im Vorfeld direktdemokratischer Entscheidungen hat – er sollte dafür Sorge tragen, dass Informationen ausgewogen und breit verteilt werden.

Thorsten Faas: Bring the state (information) in: Campaign dynamics in the run-up to a German referendum, erscheint in: Electoral Studies (2015), http://dx.doi.org/10.1016/j.electstud.2015.02.004

Allgemein

Auftaktworkshop “Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologien”

Am 9. März 2015 fand der Auftaktworkshop zu unserem Forschungsprojekt . “Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologie“ statt, das wir in Kooperation mit der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP) durchführen. Ein ausführlicher Bericht dazu findet auf der Website der BAPP
Weitere Informationen zum Projekt auf der Website des Bereichs in Mainz.

Publikationen

Demokratie in der Großstadt: Buch zum Mannheimer Demokratie-Audit erschienen!

„Wie funktioniert die lokale Demokratie in Deutschland und was sind die wichtigsten Determinanten politischer Orientierungen und politischen Verhaltens der Bürgerinnen und Bürger in einer Stadt? In diesem Buch geht es um die Wahrnehmung der politischen Wirklichkeit und die Beschaffung politischer Informationen, aber auch um die Verbundenheit mit und der Bewertung der lokalen Politik und die Bereitschaft sich vor Ort politisch und sozial zu engagieren. Außerdem geht die Studie darauf ein, welche Bedeutung das lokale Umfeld für politische Orientierungen hat und wie Haltungen und Erwartungen gegenüber der Stadt und ihrer Politik zustande kommen. Stellvertretend für deutsche Großstädte geschieht die Beantwortung der gestellten Fragen für das Funktionieren der lokalen Demokratie in Mannheim“ – so heißt es auf der Website des Verlags.

Mein Beitrag in diesem Buch:

Thorsten Faas: Kulturelle Voraussetzungen lokaler Demokratie in Mannheim, in: Jan van Deth (Hrsg.): Demokratie in der Großstadt: Ergebnisse des ersten Mannheimer Demokratie Audit, Wiesbaden: VS 2015, S. 81–107.

Publikationen

Sonderheft „German Politics“ zum Thema „Voters and Voting in Germany’s Multi-level System“ erschienen!

Soeben ist das Sonderheft der Zeitschrift „German Politics“ zum Thema „Voters and Voting in Germany’s Multi-level System“ erschienen, für das Sigrid Roßteutscher, Kai Arzheimer und ich als Gastherausgeber fungieren.

  • Sigrid Rossteutscher, Thorsten Faas & Kai Arzheimer: Voters and Voting in Multilevel Systems – An Introduction
  • Arthur Benz: Making Democracy Work in a Federal System
  • Sigrid Rossteutscher & Thorsten Faas: Multi-Level Voting: A Stabilising Force or a Push towards Increasing Voter Volatility?
  • Heiko Giebler & Aiko Wagner: Contrasting First- and Second-Order Electoral Behaviour: Determinants of Individual Party Choice in European and German Federal Elections
  • Angelika Vetter: Just a Matter of Timing? Local Electoral Turnout in Germany in the Context of National and European Parliamentary Elections
  • Evelyn Bytzek: The Nexus between National Party Preferences and State Elections – A Long-Term Perspective
  • Michèle Knodt & Michael Stoiber: European Elections in Germany: Legitimacy for the European Union?
Allgemein

#hhwahl, #demoskopie u #transparenzrlp

Im Nachgang zur hamburgischen Bürgerschaftswahl vom 15. Februar war ich zu Gast im SWR2 Forum zur Wahl und habe dort dort mit Stephan Ueberbach vom SWR und Peter Dausend von der ZEIT über die Lehren aus der #hhwahl diskutiert. Die Sendung kann hier noch in der Mediathek nachgehört werden.

Im Deutschlandfunk ging es – ebenfalls anlässlich der hamburgischen Bürgerschaftswahl – um die grundsätzliche Frage, wie sich Bürgerinnen und Bürger wieder stärker für Politik und Wahlen gewinnen lassen; auch das kann hier noch nachgehört werden.

Rheinland-Pfalz soll ein Transparenzgesetz bekommen und im Vorfeld dazu soll es ein umfassendes Beteiligungsverfahren geben. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung diskutierten Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Staatssekretärin Heike Raab, die Vorsitzende des Rats für digitale Entwicklung und Kultur, Valentina Kerst, und ich über Chancen und Risiken eines solchen Gesetzes. Einige Eindrücke dazu gibt es hier.

Unter dem Stichwort „Demoskopie von morgen: Meinungsforschung oder Meinungsmache“ diskutierten gestern Yvonne Schroth (Forschungsgruppe Wahlen), Stefan Niggemeier (freier Journalist) und Frank Stauss (Geschäftsführender Gesellschafter B U T T E R GmbH) zusammen mit Thorsten Faas zu diesem Thema in Stuttgart. Das Video zum Nachschauen gibt es hier.

Lehre

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2015

Im Sommersemester 2015 wird der Bereich Empirische Politikforschung die folgenden Veranstaltungen anbieten:

Vorlesungen

  • Methoden der emp.Politikforschung II (Prof. Dr. Siegfried Schumann)
  • Statistik I (Univ.-Prof. Dr. Thorsten Faas)

Seminare

  • (BA/MA) Fachspez. Anw.:Prozess- und Echtzeitdaten: Beispiele aus der politischen Kommunikationsforschung (Univ.-Prof. Dr. Thorsten Faas)
  • (BA/MEd/MA-EU) Economic Voting (Univ.-Prof. Dr. Thorsten Faas)
  • (MA) Wahlen und Wahlsysteme (Univ.-Prof. Dr. Thorsten Faas)
  • (BA/MA/MA-EU) Fachspez. Anw.: Qualitative und Quantitative Sozialforschung im Vergleich (Prof. Dr. Siegfried Schumann)
  • (BA/MA/MA-EU) Fachspez. Anw.:Einstellungen und Werte: Zur Erklärung (politischen) Verhaltens (Prof. Dr. Siegfried Schumann)
  • (MA) Politische Einstellungen und Verhaltensweisen der Bürger: Texte zu “Politische Einstellungen und Verhaltensweisen der Bürger” genauer gelesen und analysiert (Prof. Dr. Siegfried Schumann)
  • BQ Sekundäranalysen von Umfragedaten und amtlicher Statistik in Wissenschaft und Praxis (Johannes Nikolas Blumenberg)
  • (BA/MA) Fachspez. Anw.: Herausforderung fehlende Werte: Imputations-und Gewichtungsverfahren in den Sozialwissenschaften (Sven Vollnhals)

Weitere Informationen hier.