Gestern war das altbewährte „Wahl-im-Web“-Team auf Durchreise in Düsseldorf anlässlich der dortigen Landtagswahl. Die Kompaktversion der 90 Minuten gibt es hier:
Wer noch mehr (sprich 90 Minuten) möchte, der findet das hier.
Wahlen, Wahlkämpfe, Wahlforschung, Wahlstudien
Gestern war das altbewährte „Wahl-im-Web“-Team auf Durchreise in Düsseldorf anlässlich der dortigen Landtagswahl. Die Kompaktversion der 90 Minuten gibt es hier:
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Morgen ist Wahl in Schleswig-Holstein, im Vorfeld gab es wie immer auch einen Wahlomaten. Und auch entsprechende Analysen dazu, wie die Parteien die 38 Thesen beantwortet haben: Die Analysen finden sich in unserem ZEIT-Blog Zweitstimme, nämlich hier (CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke, Piraten) und hier (SSW).
Die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung des Landes Baden-Württemberg, Gisela Erler, geht auf #demokratietour. Besondere Ehre für uns in Mannheim und an der Uni Mannheim – Start ist in Mannheim! Am 8. Mai um 18.30 Uhr in A5, 6, Raum B144 der Universität Mannheim wird sich Frau Erler den Fragen der Mannheimerinnen und Mannheimer und der Studierenden der Uni Mannheim stellen. Kommen Sie vorbei und treten Sie in Dialog mit der Staatsrätin! Wie soll unsere Demokratie verändert und verbessert werden?
Fragen können auch schon jetzt vorab eingereicht werden unter www.facebook.com/demokratietour oder unter www.twitter.com/demokratietour (#demokratietour).
Vor gut einem Jahr – am 27. März 2011 – fand die Landtagswahl in Baden-Württemberg statt, an deren Ende erstmals eine grün-rote Regierung mit Winfried Kretschmann an der Spitze stand. Die regionalen Medien haben dieses Ereignis umfassend begleitet, teils mit Ergebnissen aus unseren Studien:
Zweitstimme: Wie (schnell) werde ich Landesvater? Ein Jahr nach der Wahl in Baden-Württemberg
Südwest Presse Ulm: Grüner Überflieger
Südkurier: Alles im grünen Bereich
ZEIT: Der unverwundbare Star der Grünen
Mannheimer Morgen: Die zwei Welten der Grünen
Heute macht die deutsche Wahltour Halt in Saarbrücken – mäßig spannend, was den Ausgang der Wahl betrifft (Große Koalition), ziemlich spannend bei vielen anderen Fragen (FDP, Piraten, Wahlbeteiligung, stärkste Partei). Aus Anlass der Wahl in Saarbrücken habe ich einerseits heute früh mit dem Deutschlandfunk (frei nach Kaase/Klingemann) über „Wahlen und Wähler in Deutschland“ gesprochen, außerdem für unser Zeit-Blog „Zweitstimme“ eine Analyse der inhaltlichen Positionen der Saar-Parteien auf der Basis des Wahlomaten verfasst.
Nachdem vergangene Woche bereits einige Medienberichte über die Studie zur Volksabstimmung zu S21, die wir am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung durchgeführt haben, erschienen sind, liegt jetzt auch der Tabellenband zur Studie vor und kann hier als PDF heruntergeladen werden.
Organisiert von Marc Debus, Nathalie Giger und mir wird am 22. und 23. März 2012 eine PostDoc-Konferenz am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung stattfinden. Das Line-Up (hier auch als PDF):
Keynote address
“Partisan political representation at multiple levels”
Kris Deschouwer (Vrije Universiteit Brussel/MZES, University of
Mannheim)
Panel 1: Voters in European Multi-level Systems
“Blaming Europe? Voter attribution of responsibility in the European Union”
Sara Binzer Hobolt (London School of Economics) and James Tilley (University of Oxford)
“Conditions for Attribution of Responsibility in Federal States: Evidence from Canada”
Fred Cutler (University of British Columbia)
“Holding governments accountable: Individual heterogeneity and institutional clarity in performance voting”
Catherine de Vries (University of Geneva) and Nathalie Giger (MZES, University of Mannheim)
“Decentralization, attribution of responsibility and economic voting”
Ignacio Jurado (University of Oxford) and Sandra León Alfonso (Universidad Complutense de Madrid)
Panel 2: Parties in European Multi-level Systems
“Whom do they represent? Determinants of policy position choice of Europarties”
Heike Klüver (University of Oxford) and Toni Rodón Casarramona (Universitat Pompeu Fabra)
“How salient is Europe? An analysis of European election manifestos, 1979-2004”
Jae-Jae Spoon (University of Iowa)
“Better than it used to be? New evidence on the congruence of voters
and their national MPs regarding the issue of European integration”
Hermann Schmitt (University of Manchester/MZES, University of
Mannheim)
“Does the socioeconomic context matter for party-citizen linkages?
Evidence from Swiss cantons”
Jan Rosset (FORS, Université de Lausanne)
Panel 3: Public Policies in European Multi-level Systems
“Genetic imperatives: party family and multi-level strategies”
Lori Thorlakson (University of Alberta, Canada)
“Micro and macro determinants of turnout at regional elections in
Europe”
Régis Dandoy (Université Libre de Bruxelles) and Arjan Schakel
(University of Maastricht)
“Multilevel systems as policy laboratories? The impact of policy
success, ideological proximity and European Union membership on
policy diffusion”
Simon Fink (University of Bamberg)
“Channelling regional or party political interests into national
legislation? An assessment of legislative initiatives of Germany’s second
chamber”
Isabella Harle (University of Potsdam) and Christian Stecker
(University of Potsdam)
“Moral policy making in the German multi-level system: An analysis of
fees for same-sex unions in the German states”
Marc Debus (MZES, University of Mannheim), Christoph Knill
(University of Konstanz) and Jale Tosun (University of Konstanz)
Gäste sind herzlich willkommen – werden aber gebeten, sich vorab per E-Mail anzumelden.
Die Ereignisse rund um die Landtagswahl in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr hatten wir im Zuge unseres Projekts „Wahlstudie Baden-Württemberg 2011“ im Auge; auch das Geschehen rund um die Volksabstimmung zu „Stuttgart21“ haben wir durch grundlagenorientierte Forschung begleitet, um die Dynamik im Vorfeld der Abstimmung mit der Vorwahldynamik vergleichen zu können, aber auch grundlegende Fragen rund um unsere Demokratie und Beteiligungsmodalitäten erforschen zu können. Ergebnisse unserer Studie sind heute in der Stuttgarter Zeitung, der SüdwestPresse und dem Mannheimer Morgen veröffentlicht worden.
Vergangene Woche hat sich in Hamburg aus dem bisherige Arbeitskreis heraus die Sektion „Methoden der Politikwissenschaft“ der DVPW gegründet. Sprecher der neuen Sektion sind Joachim Behnke, Manuela Pötschke und Joachim Behnke Kai-Uwe Schnapp. Das Tagungsprogramm zum Nachlesen gibt es hier.
Ich war vor Ort mit zwei Vorträgen am Start:
Thorsten Faas: Experimente in der Politikwissenschaft – Vortrag gehalten im Rahmen der Gründungstagung der Sektion “Methoden der Politikwissenschaft” der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) in Hamburg, Februar 2012
Harald Schoen / Thorsten Faas: Staatshilfe für Opel? Eine Analyse von Framing-Effekten auf der Basis zweier Umfrageexperimente – Vortrag gehalten im Rahmen der Gründungstagung der Sektion “Methoden der Politikwissenschaft” der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) in Hamburg, Februar 2012
Neues Jahr, neues Thema: Fluglärm und Wahlverhalten. Einmal in Form eines Interviews mit hr-online, einmal in Form eines Statements im Heute-Journal. Da die OB-Wahl in Frankfurt erst im März sein wird (und die hessische Landtagswahl sogar noch später), ist sicher noch nicht das letzte Wort gesprochen…

Rüdiger Schmitt-Beck, Julia Partheymüller, Thorsten Faas: Einflüsse politischer Gesprächspartner auf Parteipräferenzen: Zur „sozialen Logik“ des politischen Verhaltens bei der Bundestagswahl 2009, in: Rüdiger Schmitt-Beck (Hrsg.): Wählen in Deutschland (PVS Sonderheft 45), Baden-Baden: Nomos 2011: S. 465–488
Neue Publikation von Johannes N. Blumenberg und mir zum Thema „Freie Wähler“ und ihren Aussichten bei zukünftigen Landtagswahlen.
Thorsten Faas, Johannes N. Blumenberg: Freie Wähler bei Landtagswahlen: Eine Potenzialanalyse am Beispiel der baden-württembergischen Landtagswahl 2011, in: Martin Morlok, Thomas Poguntke, Jens Walther (Hrsg.): Politik an den Parteien vorbei: Freie Wähler und Kommunale Wählergemeinschaften als Alternative, Baden-Baden: Nomos 2011, S. 181–195
Neue Publikation von Jürgen Maier und mir zum Thema — TV-Duelle.
Jürgen Maier, Thorsten Faas: Das TV-Duell 2009 – langweilig, wirkungslos, nutzlos? Ergebnisse eines Experiments zur Wirkung der Fernsehdebatte zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier, in: Heinrich Oberreuter (Hrsg.): Am Ende der Gewissheiten: Wähler, Parteien und Koalitionen in Bewegung, München: Olzog 2011, S. 147–166
Pressemitteilung der Uni Mannheim von heute: 🙂
Der Mannheimer Politikwissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Faas erhält für seine Doktorarbeit „Arbeitslosigkeit und Wählerverhalten. Direkte und indirekte Wirkungen auf Wahlbeteiligung und Parteipräferenzen in Ost- und Westdeutschland“ den mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis 2011 der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Der 36-Jährige forscht und lehrt seit 2008 an der Universität Mannheim. 2009 wurde er zum Juniorprofessor für Politikwissenschaft, insbesondere Wählerverhalten, an der Fakultät für Sozialwissenschaften berufen. Der Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Thorsten Meiser, freut sich: „Es ist eine große Ehre für die Fakultät für Sozialwissenschaften den Preisträger des Förderpreises 2011 der DVPW in unseren Reihen zu haben.“
In seiner prämierten Dissertation hat Faas unter anderem die Reichweite von Arbeitslosigkeitserfahrungen und deren Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung und auf Parteipräferenzen ausgewertet: „Arbeitslosigkeit berührt eine Gesellschaft in weitaus größerem Maße als es die Zahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt betroffenen Personen nahelegt“, sagt Faas, „das gilt insbesondere im Osten Deutschlands.“ Daher seien auch die Konsequenzen der Arbeitslosigkeit keineswegs nur auf die Gruppe der aktuell Betroffenen beschränkt. Die Ergebnisse zeigen, dass Arbeitslosigkeit zu einem Rückgang der Wahlbeteiligung führt. Auch die Parteiwahl verändert sich: Das Wahlverhalten werde wechselhafter, mitunter auch extremer, so Faas.
Zum Preisträger:
Thorsten Faas hat an der London School of Economics und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Politikwissenschaft studiert Dort begann er auch 2001 als wissenschaftlicher Mitarbeiter seine wissenschaftliche Karriere. Über die Universität Duisburg-Essen, wo er von 2003 bis 2008 tätig war, führte ihn der Weg an die Universität Mannheim. Als Juniorprofessor der Fakultät für Sozialwissenshaften lehrt er im Bachelor- und Masterstudiengang des Faches Politikwissenschaft. Am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) der Universität Mannheim leitet Faas die „Wahlstudie Baden-Württemberg 2011″ sowie das in Kürze beginnende Projekt „Immigration und Wahlverhalten“.
Die Deutsche Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) ist eine als gemeinnützig anerkannte Vereinigung und vertritt mehr als 1.700 Mitglieder. Sie sieht ihre Aufgabe darin, die Entwicklung der Forschung und Lehre der Politikwissenschaft sowie deren Anwendung in der Praxis zu fördern. Der Dissertationspreis 2011 der DVPW ist mit 1.000 € dotiert. Die Laudatio auf den Preisträger wird im Heft 4/2011 der Politischen Vierteljahresschrift (PVS) veröffentlicht.
An der Universität Mannheim ist an der Fakultät für Sozialwissenschaften, Juniorprofessur für Politikwissenschaft, insbesondere Wählerverhalten, idealerweise zum 1. September oder 1. Oktober 2011 eine Stelle als
wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter
Entgeltgruppe TV-L 13 (50{3426474b3f9f8d29c29a745addee9efa84dd37b71a1af316c98e4bc6cc0a8cdd}, 19,25 Std./Wo)
zu besetzen. Die Stelle ist auf 2,5 Jahre befristet. [Stellenausschreibung als PDF]
Aufgaben
Der/die Mitarbeiter/in wird im Drittmittelprojekt „Immigration und Wahlverhalten“ beschäftigt, das am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) angesiedelt ist.
Ausgehend von der gewachsenen und weiter wachsenden Bedeutung des Themas „Immigration“ im Kontext eines zunehmend wechselhaften Wählerverhaltens soll das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur Erfassung und Erforschung der Einstellungen zu „Immigration“ und „Immigranten“ und den möglichen Auswirkungen auf das Wählerverhalten leisten. Es soll dabei vor allem in der Methodik (etwa durch die Berücksichtigung von Implicit Attitude Tests, Listenexperimenten und visuellen Morphing-Verfahren) an die internationale Forschung anknüpfen. Zugleich wird es das Projekt erlauben, verschiedene dieser innovativen Erhebungsverfahren in ihren jeweiligen Stärken und Schwächen unmittelbar miteinander zu vergleichen und damit einen allgemeinen Beitrag zur Erforschung gesellschaftlich „heikler“ Themen leisten, für die herkömmliche Befragungsverfahren nur von begrenztem Nutzen sind. Das Projekt ist Teil eines internationalen Forschungsverbunds.
Von der Stelleninhaberin/dem Stelleninhaber wird erwartet, dass sie/er die Vorbereitung und Durchführung der Studie inhaltlich wie methodisch unterstützt sowie an der Aufbereitung und Analyse der erhobenen Daten mitarbeitet. Dies schließt die Präsentation der Ergebnisse auf internationalen Konferenzen sowie Publikationen in internationalen Fachzeitschriften ein. Die Möglichkeit zur Promotion ist ebenso gegeben wie der Besuch einer Summer School. Zudem bietet die Universität Mannheim, etwa über das MZES und das Center for Doctoral Studies in Social and Behavioral Sciences (CDSS), zusätzliche Möglichkeiten der Weiterqualifikation.
Einstellungsvoraussetzungen
* Abgeschlossenes Hochschulstudium der Politikwissenschaft, (Sozial-)Psychologie oder einer benachbarten Sozialwissenschaft, idealerweise mit einem Schwerpunkt in einem der Bereiche Wahlforschung, politische Einstellungsforschung oder politische Psychologie.
* Sehr gute Studienleistungen
* Sehr gute Kenntnisse der empirischen Sozialforschung und Statistik (einschließlich einschlägiger Software), idealerweise auch in den Bereichen der impliziten Messung von Einstellungen und/oder experimentellen Designs
* Sehr gute Englischkenntnisse
Die Universität Mannheim strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen im Wissenschaftsbereich an und fordert deshalb qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf, Zeugnisse) werden bis zum 26. Juli 2011 per E-Mail erbeten an:
Universität Mannheim, Prof. Dr. Thorsten Faas, Juniorprofessur für Politikwissenschaft, insbesondere Wählerverhalten, E-Mail: thorsten.faas@uni-mannheim.de